Zum Start der Sportsaison: Was wirklich gegen Muskelschmerzen hilft

Joggen mit Krämpfen
Führt man eine ungewohnte Bewegung beim Sport durch, kann ein Muskelkater die Folge sein © Fotolia

Klar, Profisportler müssen jede Menge einstecken. Doch auch Freizeitsportler sind Risiken ausgesetzt. Eine aktuelle Erhebung der Techniker Krankenkasse hat gezeigt: Jeder Fünfte greift beim Trainieren gelegentlich zu Schmerzmitteln. Wir zeigen, wie Sie Muskelschmerzen auf sanfte Weise bekämpfen können.

Vor allem, wenn Muskeln, Sehnen und Bänder nach der Winterpause geschwächt sind, knicken wir schnell mal um oder stolpern. Und um einen Muskelkater kommt zum Auftakt der Sport-Saison auch kaum einer herum. Gut, dass wir Tipps gegen Muskelschmerzen parat haben.

 

Muskelkater

Wird der Muskel beim Sport überbeansprucht, kommt es zu feinsten Faserrissen. Folge sind Mikroentzündungen, die ein paar Tage Muskelschmerzen verursachen. Zum Vorbeugen direkt nach der Belastung heiß duschen und hinterher die Gliedmaßen mit durchblutungsförderndem Rosmarinöl (Reformhaus) einreiben. Ist der Muskel schwerer verletzt, liegt eine Zerrung vor. Dann am besten eine heilungsfördernde Schmerzcreme auftragen.

Rosmarinöl beugt Muskelschmerzen vor
Um Muskelkater vorzubeugen, sollten Sie die Gliedmaßen mit durchblutungsförderndem Rosmarinöl einreiben© istock
 

Blase am Fuß

Selbst bei bereits eingelaufenen Turnschuhen kommt es zu Anfang der Saison oft zu Reibungen. Um das zu verhindern, Anti-Blasen-Stick (Drogerie) auftragen. Falls es doch passiert: Blase auf keinen Fall aufstechen, sondern mit einem Spezialpflaster in passender Größe abdecken. Es beschleunigt die Heilung.

 

Seitenstechen

Kleiner Trost: Je mehr Sie trainieren, desto seltener wird Sie das Ziehen in der Flanke heimsuchen. Wenn doch, liegt es vermutlich an falscher Atmung. Dann Tempo verringern, ruhig atmen und die zur Faust geballte Hand ein paar Minuten fest auf die betroffene Seite pressen. Dann lassen auch die Muskelschmerzen nach.

Seitenstechen
Bei Seitenstechen das Tempo verringern, ruhig atmen und die zur Faust geballte Hand ein paar Minuten fest auf die betroffene Seite pressen. Dann lassen auch die Muskelschmerzen nach© istock
 

Krämpfe

Ob Wade, Zehe, Fuß – nach dem Sport überfällt einen oft ein Krampf. Wer das verhindern möchte, sollte im Vorfeld die Magnesiumzufuhr hochfahren (zum Beispiel in Bananen, Sonnenblumenkernen, Haferflocken). Akut-Hilfe: Muskel längere Zeit dehnen.

 

Schürfwunden

Unbekanntes Gelände oder ein engagierter Spurt beim Tennis – Schürfwunden muss fast jeder Hobbysportler mal erdulden. Wichtig: Wunde schnell unter fließendem Wasser reinigen und einen antibiotischen Wundpuder auftragen. So kommt es nicht zu einer Infektion.

Frau spielt Tennnis
Bei Sportarten wie Tennis werden die Gelenke stark belastet. Dadurch kann es zu Muskelschmerzen kommen© Fotolia
 

Gelenkschmerzen

Bei der ersten Belastung melden sich Arthroseschmerzen? Trotzdem ist Bewegung wichtig, um die Versorgung des Knorpels zu gewährleisten. Gezielt vorsorgen können Sie mit Kollagen-Präparaten. Bei plötzlichen Muskelschmerzen, die nicht von einem Unfall kommen, sollten Sie das Gelenk schonen.

 

Verstauchung

Ein falscher Schritt, schon ist man umgeknickt. Jetzt ist erst mal eine Pause angesagt. Knöchel hochlagern, kühlen und einen Druckverband umlegen. Arnikagel oder -creme dämmt die Entzündung ein. Innerlich kurbeln Enzyme die Selbstheilung an und lassen die Schwellung abklingen. Auch homöopathische Kombinationsmittel helfen gut.

 

Muskelschmerzen – eine Frage der Belastung?

Besonders wenn Sie unter schmerzenden Gelenken leiden, sollten Sie einseitige Belastungen vermeiden. Haben Sie beispielsweise Muskelschmerzen im Fußgelenk, stützen Sie sich mit beiden Händen auf einer Tischplatte oder Ähnlichem ab, wenn Sie sich aufrichten wollen. So können Sie das schmerzende Gelenk etwas entlasten.

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.