Zuckersteuer: Die Deutschen sind dagegen

Süßigkeiten
Zuckersteuer? Ohne uns! So lautet das klare Votum der Deutschen © Fotolia

Forderungen von SPD-Politikern nach einer Zuckersteuer hatten vor kurzem für Aufsehen gesorgt. Jetzt wurden die Deutschen in einer Umfrage nach ihrer Meinung zu dem Vorschlag gefragt.

Verbraucherschutz-Expertin Elvira Drobinski-Weiß von der SPD hatte kürzlich gefordert, die volle Besteuerung von Süßwaren mit 19 Prozent (statt der für Lebensmittel üblichen sieben Prozent) solle „kein Tabu mehr sein“. Hintergrund der Forderung: Es gibt immer mehr Menschen mit Übergewicht in Deutschland – und damit steigt flächendeckend auch das Risiko für Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall.

 

Deutsche gegen Zuckersteuer

Medienberichten zufolge hat sich die Mehrheit der Deutschen in einer repräsentativen Forsa-Befragung nun gegen die Zuckersteuer ausgesprochen. Demnach befürworten nur 30 Prozent der Befragten den SPD-Vorstoß, 68 Prozent sind dagegen.

Laut Bericht der DAK mussten 2013 hierzulande mehr als 18.000 Menschen wegen Fettleibigkeit und deren Folgen im Krankenhaus behandelt werden – im Vergleich zu 2005 sei das ein Anstieg um 154 Prozent.

 

Wie viel Zucker ist unbedenklich?

In einer in diesem Jahr veröffentlichten Leitlinie empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Verzehr von täglich höchstens 25 Gramm Zucker – das entspricht etwa sechs Teelöffeln. Wer diese Obergrenze einhält, verringert sein Risiko für Übergewicht laut WHO deutlich – zum ausführlichen Bericht.

Hamburg, 6. Mai 2015

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