Ist Zucchini gesund? Das alles kann das Gemüse!

Redaktion PraxisVITA

Ob leuchtend gelb oder dunkelgrün gestreift: Die Zucchini ist ein beliebtes Gemüse und in der Küche vielseitig einsetzbar. Viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe machen die Zucchini gesund und zu einem idealen Diät-Lebensmittel. In seltenen Fällen kann das Gemüse aber auch giftig sein – die Warnzeichen sollte jeder kennen.

Zucchinis in einer Holzkiste
Äußerlich ähnelt die Frucht der Gurke. Sie ist jedoch eine Unterart des Gartenkürbisses Foto:  iStock/AnastasiaNurullina
Inhalt
  1. Welche Inhaltsstoffe stecken in der Zucchini?
  2. Wo sind Zucchini erhältlich?
  3. Eignet sich die Zucchini für eine Diät?
  4. Wann darf eine Zucchini nicht verzehrt werden?

In der Küche ist die Zucchini ein Multitalent: Geschmacklich eher neutral, passt sie sich bestens den verschiedensten Zutaten an. Zucchini schmecken im Ratatouille und in feinen Streifen gehobelt im Rohkostsalat, kross gebraten aus der Pfanne oder als saftiger Zucchini-Kuchen. Aus Zucchini lässt sich eine schmackhafte Suppe zubereiten, man kann sie mit Couscous, Käse oder Reis füllen oder mit einem speziellen Hobel spiralförmig zu Spaghetti schneiden und mit Tomatensoße genießen. Doch was macht die Zucchini so gesund?

 

Welche Inhaltsstoffe stecken in der Zucchini?

Zucchini enthalten zum Beispiel besonders viel Beta-Carotin, Folsäure und Kalium:
Beta-Carotin: Hierbei handelt es sich um eine Vorstufe von Vitamin A, das zu den Antioxidantien zählt. Vitamin A ist notwendig für das Sehen und spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Haut und Schleimhäuten.
Folsäure: Das Vitamin ist für die Zellteilung und Zellneubildung essenziell.
Kalium: Diesen Mineralstoff braucht der Körper, um Reize im Nervensystem weiterzuleiten.

Nährwertepro 100 Gramm
Kalorien18 kcal
Eiweiß1,6 g
Fett0,4 g
Kohlenhydrate2,2 g
Vitamin C20 mg
Beta-Carotin180 μg
Folsäure10 μg
Kalium175 μg
Natrium3 mg
Kalzium25 mg

Zudem wirkt die Zucchini entwässernd und schwemmt Schadstoffe aus dem Körper. Damit schafft sie ein basisches und entsäuerndes Milieu. Diese Eigenschaft macht sie für eine basische Ernährung oder das Basenfasten interessant.

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Wo sind Zucchini erhältlich?

Im Freilandanbau hat das Gemüse in Deutschland von Juni bis Oktober Saison. Ebenso erhältlich ist es in Supermärkten und auf dem Wochenmarkt.

Auch für den eigenen Garten ist Zucchini ein dankbares Gemüse. Dabei schmecken die kleinen, unausgereiften Exemplare deutlich besser als die große Frucht, die tatsächlich Kürbisgröße erreichen kann. Mit etwa 20 Zentimetern ist die Zucchini zart und schmeckt leicht nussig.

 

Eignet sich die Zucchini für eine Diät?

Die Zucchini enthält viel Wasser, wenig Kalorien und macht lange satt – darum ist sie ein beliebtes Diät-Gemüse. Aufgrund ihrer geringen Kohlenhydratdichte eignet sich das Kürbisgewächs beispielsweise sehr gut für eine Low-Carb-Ernährung, also eine kohlenhydratarme Diät.

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Wann darf eine Zucchini nicht verzehrt werden?

Zucchini kann in seltenen Fällen jedoch auch hochgiftig sein: Der Grund ist ein Stoff namens Cucurbitacin. Er kann in Kürbisgewächsen wie Zucchini und Gurken vorkommen, ist aus den Sorten im Handel aber herausgezüchtet worden. Es kann jedoch vorkommen, dass er durch Rückmutationen wieder auftaucht – die Gefahr ist besonders groß, wenn Heimgärtner das Gemüse jede Saison aus eigenen Samen hochziehen. Cucurbitacin ist hitzebeständig und wird beim Kochen nicht zerstört. Cucurbitacin macht sich in Pflanzen durch einen bitteren Geschmack bemerkbar. Wenn Zucchini, Gurken oder Kürbis bitter schmecken, sollten sie auf keinen Fall gegessen werden.

Deshalb sollte das Gemüse jedoch keinesfalls aus dem Speiseplan gestrichen werden. Denn ihre Inhaltsstoffe machen die Zucchini sehr gesund und in der Regel ist sie gut verträglich und kann bedenkenlos verzehrt werden.

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Quellen:

Zucchini – der „kleine Kürbis“, in: Bundeszentrum für Ernährung,

Wenn Kürbisgemüse bitter aufstößt, in: www.forum-ernaehrung.at

Cucurbitacine in selbst angebauten Zucchini, in: Ministerium Baden-Württemberg, Die

Untersuchungsämter für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit, www.uabw.de

Vorsicht bei bitteren Kürbissen, in: Online Informationen des Bundeszentrums für Ernährung, www.bzfe.de

Meyer-Rebentisch, Karen (2018): Das Gemüse-Buch. Arten, Sorten, Anbau, Küchentipps, München: Blv Buchverlag.

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