Zöliakie-Ursachen sind nicht genau bekannt

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Für die Zöliakie konnten die Ursachen noch nicht im Detail erforscht werden. Ärzte gehen davon aus, dass es sich um eine Kombination aus genetischen und äußeren Einflüssen handelt. Eine erbliche Veranlagung ist vermutlich ein wesentlicher Faktor für die Ausbildung einer Zöliakie. Die Krankheit tritt familiär gehäuft auf, etwa bei Kindern von Betroffenen oder bei Geschwistern.

Für Zöliakie werden mögliche weitere Ursachen und Risikofaktoren vermutet:

  • Geschlecht (Frauen beziehungsweise Mädchen sind häufiger betroffen als Männer)
  • Weitere, bislang noch nicht entdeckte genetische Zusammenhänge
  • Infektionen
  • Umwelteinflüsse
  • Dauer der Stillzeit bei Säuglingen
  • Ernährung im Kleinkindalter (vor allem Beikost beim Übergang vom Stillen)

Die Art der Ernährung zählt für die Zöliakie von Säuglingen zu den zentralen Ursachen. Kinder, die in den ersten vier Monaten ausschließlich gestillt werden, haben ein geringeres Risiko, später Zöliakie zu bekommen. Auch die Beikost, die im Anschluss Schritt für Schritt eingeführt wird, sollte nur moderate Mengen an Gluten enthalten. Es liegt nahe, den Schluss zu ziehen, dass die Muttermilch das Immunsystem unterstützt und ein später Beginn mit Glutenhaltiger Ernährung dem Körper genug Zeit lässt, den Umgang mit diesen Bestandteilen zu lernen. Fakt ist jedoch, dass die genauen Mechanismen unbekannt sind und diese Empfehlungen hauptsächlich auf Statistiken beruhen.

Auch für die genauen Abläufe nach dem Ausbruch einer Zöliakie werden von den Experten verschiedene Möglichkeiten und Ursachen diskutiert. Eine Theorie besagt, dass das Immunsystem Antikörper gegen bestimmte Aminosäuren bildet, die im Gluten vorhanden sind. Es verhält sich also ähnlich wie bei einer Allergie. Das wiederum führt zu einer Entzündung der Schleimhaut und schränkt ihre Funktionsfähigkeit ein. Nährstoffe können dadurch schlechter aufgenommen werden. Die zweite These geht davon aus, dass es sich um Enzymdefekte der Dünndarmschleimhaut handelt. Eventuell wirken auch diese beiden möglichen Zöliakie-Ursachen parallel. Nach neuen Erkenntnissen könnte auch die Darmwand bei einer Gluten-Unverträglichkeit durchlässig für teilweise verdaute Gluten-Moleküle sein. Diese gelangen dann in den Körper, was eventuell zu der Überreaktion des Immunsystems führt.

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