Zittern: Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Zittern kann vielfältige Ursachen haben. Angefangen von unterschiedlichen Erkrankungen über die Folgen von Alkohol- und Drogenmissbrauch und die Nebenwirkung verschiedener Medikamente bis hin zu bestimmten körperlichen Befindlichkeiten und dem Zittern als physiologisches, nicht krankhaftes Phänomen ist alles möglich.

Zittern entsteht, wenn sich entgegengesetzt arbeitende Muskelgruppen rhythmisch zusammenziehen (kontrahieren) und wieder entspannen.

Zwar zittern die Muskeln, die eigentlichen Ursachen liegen aber im Nervensystem. Bestimmte Nervenzellgruppen, beispielsweise im Gehirn oder im Rückenmark werden hier rhythmisch aktiv, entziehen sich der Kontrolle durch andere Gehirnregionen und schicken Impulse an die entsprechenden Muskelgruppen, die sich im gleichen Rhythmus zusammenziehen und entspannen.

Ist das Zittern das Symptom einer Grunderkrankung, so können bei Zittern die folgenden Erkrankungen und Störungen als Ursachen in Frage kommen:

Auch die Nebenwirkungen verschiedener Medikamente gehören bei Zittern zu den Ursachen:

  • Antidepressiva zur Behandlung von Depressionen
  • Schilddrüsenhormone bei Störungen der Schilddrüsenfunktion
  • Zytostatika zur Behandlung von Krebserkrankungen
  • Immunsuppressiva zur Hemmung des körpereigenen Immunsystems, z. B. bei Autoimmunerkrankungen oder nach Transplantationen
  • Neuroleptika, z. B. zur Behandlung von Schmerzen, Psychosen oder Schizophrenie
  • Medikamente zur Behandlung von Asthma, z. B. Theophyllin

Bei Zittern zählt der Alkohol- oder Drogenmissbrauch ebenso zu den Ursachen. Ein Tremor kann aber auch entstehen, wenn die Alkohol oder andere Drogen auf einmal nicht mehr konsumiert werden (Entzug). Auch Vergiftungen können zu Zittern führen. Darüber hinaus spiegelt Zittern in vielen Fällen auch eine normale, vorübergehende  – nicht krankhafte – körperliche oder psychische Befindlichkeit wider. So zittern Betroffene vor allem dann, wenn:

  • sie Angst haben
  • sie unter Stress stehen
  • ihnen kalt ist
  • sie zu viel Kaffee getrunken haben
  • sie bestimmte Muskeln stark angestrengt oder überlastet haben

Neben unterschiedlichen Ursachen treten bei Zittern als Risikofaktoren vor allem steigendes Lebensalter sowie eine erbliche Veranlagung für bestimmte Tremorformen (z. B. essentieller Tremor) in den Vordergrund.

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