Zitronenöl: Was das ätherische Öl so besonders macht

Redaktion PraxisVITA

Zitronenöl ist ein echter Alleskönner. Doch welche Inhaltsstoffe sind enthalten, wofür kann es eingesetzt werden und wie wird es angewandt?

Zitrone mit Ölflasche
Mit Zitronenöl sind den Anwendungsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt Foto:  istock/serezniy
Inhalt
  1. Inhaltsstoffe des Zitronenöls
  2. Anwendungsgebiete von Zitronenöl
  3. Anwendung von Zitronenöl
  4. Hat Zitronenöl Nebenwirkungen?
  5. Wo kann man Zitronenöl kaufen?

Durch den aromatischen Duft und die vielen wertvollen Inhaltsstoffe sind bei den Anwendungsmöglichkeiten von Zitronenöl kaum Grenzen gesetzt. Kein Wunder, dass viele es im Haushalt für unverzichtbar halten. 

 

Inhaltsstoffe des Zitronenöls

In dem leicht gelblich aussehenden Zitronenöl sind die Inhaltsstoffe der Zitronenschale enthalten. Daher steckt in dem aromatischen Öl nicht nur viel Vitamin C, sondern auch Folsäure, Magnesium, Zink, Kalium, Selen, Eisen und Phosphor. Zudem sind unter anderem Terpineol, Limonen und Citronnol enthalten, was für den unvergleichlichen Duft und Geschmack sorgt.

 

Anwendungsgebiete von Zitronenöl

  • Bestandteil von Parfüms und Kosmetikprodukten
  • dank fettlösender Eigenschaften auch als natürliches Putz- und Spülmittel geeignet
  • zur Desinfektion von Schneidebrettern in der Küche
  • zur Stärkung des Immunsystems in der kalten Jahreszeit (dank Vitamin C)
  • Bei Halsschmerzen durch die entzündungshemmende Wirkung
  • kann entkrampfend wirken, den Blutdruck senken und Fieber bekämpfen
  • zur Förderung der Konzentrationsfähigkeit sowie gegen Stress und Angstzustände
  • zur Insektenabwehr (Mücken, Zecken und sogar Pflanzenschädlinge)
  • strafft die Haut (daher wird es auch gern bei Cellulite angewendet)
  • als erfrischende Geschmackszugabe für Getränke
  • zur Verfeinerung von Speisen
  • gegen Schuppenbildung auf der Kopfhaut
  • zum Aufhellen der Zähne und der Haare

Foto: iStock
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Anwendung von Zitronenöl

Zitronenöl ist verdünnt nahezu überall anwendbar. Beispielsweise kann es hervorragend als straffendes Gesichtswasser genutzt werden. Hierfür wird einfach ein Tropfen Zitronenöl in einen Liter abgekochtes Wasser gegeben. Der Rest kann anschließend als belebender Badezusatz, als Sprühwasser für Pflanzen mit Blattlausbefall oder auch zum Putzen oder Desinfizieren von Oberflächen genutzt werden.

Aber auch ein Tropfen in Bodylotion und Shampoo sorgt für geschmeidige Haut ohne Schüppchenbildung. Als Zugabe zu neutralem Mandelöl oder einer zurückhaltend duftenden Creme, kann Zitronenöl seine heilsame und belebende Wirkung auf der Haut entfalten. Hierbei ist es wichtig, auf natürliche Inhaltsstoffe beim Trägerstoff zu achten, damit es nicht zu Hautirritationen kommt. Vermischt mit Zahnpasta kann ein Tropfen Zitronenöl zudem die Zähne strahlen lassen, ohne dass dabei der Zahnschmelz in Mitleidenschaft gezogen wird.

Ebenfalls eine gute Idee: die Verwendung von Zitronenöl mit einer Duftlampe. Dabei wird ein Tropfen mit Wasser vermengt – nach Wunsch können auch andere ätherische Öle wie Bergamotte oder Minze hinzugegeben werden. Wenn das Gemisch verdampft, breitet sich der wohltuende Duft im ganzen Raum aus und kann so stimmungsaufhellend wirken.

 

Hat Zitronenöl Nebenwirkungen?

Apotheker Roland Rutschke rät gerade bei Öl für die Haut oder bei Kontakt mit Schleimhäuten zu Vorsicht: “Achten Sie darauf, dass ätherische Öle in höheren Konzentrationen auch reizend sein und auf Haut und Schleimhaut allergisierend wirken können. Besonders, wenn sie direkt und unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden. Informieren Sie sich also genau über die anzuwendende Menge, die für Ihre Bedürfnisse angegeben ist.”

Daher noch einmal der Rat: Zitronenöl nicht pur nutzen, sondern es für die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten mit einem qualitativ hochwertigen Öl oder mit Wasser mischen. Wenn es beim Backen oder Kochen eingesetzt wird, muss sichergestellt werden, dass es eingerührt und nicht erst später hinzugekippt wird – der Geschmack könnte sonst zu intensiv sein und das Öl könnte die Schleimhäute angreifen.

Vor der Verwendung ist ebenso zu beachten, dass Zitronenöl auf der Haut in Verbindung mit Sonneneinstrahlung dunkle Flecken hinterlassen kann. Es ist daher ratsam, das Öl nur dann anzuwenden, wenn man in den nächsten 48 Stunden keiner Sonne ausgesetzt ist. Wie bei allen ätherischen Ölen gilt: Gestartet wird zunächst mit einem einzelnen Tropfen. Auch Zitronenöl ist stark konzentriert, sodass ein kleines Fläschchen für viele Anwendungen reicht. Am besten wird es an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahrt.

 

Wo kann man Zitronenöl kaufen?

Gutes, natürliches Zitronenöl (Citrus limonum) ist in Apotheken, in ausgewählten Drogerien und Fachgeschäften auffindbar. Ein Produkt, das bedenkenlos zu sich genommen werden kann, sollte idealerweise aus Bio-Zitronen hergestellt sein. Von Ölen mit künstlich produzierten Duftzusätzen wird abgeraten, da es nicht als Zusatz für Speisen oder Getränke geeignet ist.

Unser Tipp: Zitronenöl kann man auch ganz einfach selbst herstellen. Zwar wird echtes Öl durch Kaltpressung von Tausenden Zitronenschalen gewonnen – als Ergänzung für Speisen oder zur Verwendung in selbst gemachten Peelings eignet sich dieses Rezept aber allemal. Die gelbe Schale einer Bio-Zitrone wird abgerieben und in ein verschließbares, dunkles Gefäß mit Oliven- oder Mandelöl gegeben. Die Schalen müssen nun einige Tage ziehen, bis sich das Aroma im Öl voll entfaltet hat.

Der Geruch von Zitrone ist nicht umsonst seit Jahrhunderten so beliebt – es verleiht eine frische, sauber duftende Note. Und das Beste: Mit Zitronenöl kann man nicht nur der eigenen Gesundheit auf die Sprünge helfen, es ist auch ein erstklassiger Helfer im Haushalt und bestens als Zusatz für Kosmetikprodukte geeignet.

Quellen:

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