Zimt unterstützt den Magen-Darm-Trakt

Die Rinde des Zimtbaums lindert Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden. Es wirkt antibakterielle und fördert die Bewegung im Magen-Darm-Trakt.

Zimt hilft beim Verdauen: Er löst im Gehirn das Signal „Appetit" aus. Rühren Sie einen halben Teelöffel gemahlenen Zimt in ein Glas Tee ein. Etwa 20 Minuten vor der geplanten Mahlzeit trinken.© Fotolia
 

Zimt: Anwendung und Heilwirkung

Definition Zimt

Bezeichnung: Cinnamomum verum zeylanicum Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae) Art: Ceylon-Zimtbaum

Die Rinde des Zimtbaums wird bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden angewandt. Nach der Kommission E (BGA/BfArM) hat sie eine antibakterielle, die Bewegung im Magen-Darm-Trakt fördernde und die Vermehrung von Pilzen hemmende Wirkung. Wird Zimt regelmäßig aufgenommen, kann er sich positiv auf die Blutzucker und Blutfettwerte auswirken.

Die Zimt-Blüten wurden früher in der Volksmedizin zur »Blutreinigung« eingesetzt. Die Wirksamkeit ist hier jedoch nicht nachgewiesen. Zudem kann es zu allergischen Haut- und Schleimhautreaktionen kommen.

 

Im Zimt enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl, Gerbstoffe, Cumarine, Terpenoide

 

Botanik

Tee mit Zimt ist ein Hausmittel gegen Durchfall
Zimt bei akutem Durchfall: 1 TL Schwarztee und ¼ Stange Zimt mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3 Tassen täglich trinken.© Fotolia

Der Zimtbaum ist ein immergrüner Baum. Er hat länglich-eiförmige Blätter, die gegenständig angeordnet und ganzrandig sind. Die sechszähligen Blüten sind grün-weiß, unscheinbar und stehen in achsel- und endständigen Rispen. Er hat eine Frucht, die schwarz-lila und, wie die Blätter, länglich-eiförmig, ist. Sie ist zur Hälfte von einem Becher umschlossen.

 

Verbreitung

Der Echte Zimtbaum kommt ursprünglich aus Sri Lanka, wird heute jedoch weltweit in unterschiedlichen tropischen Gegenden kultiviert.

 

Andere Namen für Zimt

Echter Zimtbaum, Ceylon-Zimtbaum, Kaneel

Wissenswertes über Zimt

Zimt ist seit vielen Jahrhunderten ein begehrtes und kostbares Gut. Vor allem in China und Nordafrika wurde Zimt vielseitig eingesetzt. Ganz besonders wichtig war seine Verwendung als Heilmittel bei Erkältungen und Verdauungsbeschwerden. Man schrieb ihm außerdem eine aphrodisierende Wirkung zu. Nach Europa gelangte er erst spät – vermutlich um 1500 mit europäischen Seefahrern. Aufgrund seines hohen Preises wurde Zimt nur spärlich in der Küche verwendet und erst im 18. Jahrhundert häufiger als Gewürz verwendet. Heutzutage ist Zimt aus vielen Speisen nicht wegzudenken. Man findet ihn vor allem in weihnachtlichen Gebäcken.

Der echte Zimt stammt aus Sri Lanka (Ceylon-Zimt). Er ist feiner als der günstigere Cassia-Zimt, der vor allem in China angebaut wird und enthält zudem weniger Cumarin – das in zu hohen Mengen gesundheitsschädlich sein kann.

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