Zerstört der Klimawandel unsere Nahrungsmittel?

Klimawandel
Eine Studie zeigt, dass die Folgen des Klimawandels den Nährstoffgehalt der wichtigsten Feldfrüchte stark verringert © Fotolia

Die steigenden Kohlendioxid-Werte in der Atmosphäre führen nicht nur zu einer globalen Erderwärmung, sie zerstören auch lebenswichtige Nährstoffe in unseren Grundnahrungsmitteln. Das belegt eine aktuelle Studie aus Harvard. Demnach verringert sich durch die erhöhten CO2-Werte in verschiedenen Erntefrüchten vor allem der Gehalt von Eisen, Zink und Proteinen.

Die Harvard School of Public Health veröffentlichte in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature eine Studie, die belegt, dass der Anstieg von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre den Nährstoffgehalt in den wichtigsten Erntefrüchten der Welt verringert. Die Forscher fanden heraus, dass vor allem die Grundnahrungsmittel Weizen, Soja, Reis und Erbsen durch die Folgen des Klimawandels teilweise große Mengen ihrer wichtigen Nähr- und Mineralstoffe verlieren.

Neben der Zink- und Eisenmenge sank vor allem der Protein-Gehalt der Nahrungsmittel. Besonders Weizen war von diesem Effekt betroffen. Die in westlichen Ländern zu den wichtigsten Feldfrüchten gehörende Getreidesorte verlor mehr als 9 Prozent des Zinks und 5 Prozent des Eisens.

 

Größte Gefahr des Klimawandels

In der Studie bezeichnen die Wissenschaftler die Entdeckung des klimabedingten Nährstoffverlusts in wichtigen Nahrungsmitteln als eine große Gesundheitsgefahr für den Menschen. Nie konnte die Bedrohung der Menschheit mit den klimatischen Folgen der Erderwärmung konkreter in Verbindung gebracht werden.

Die Studie umfasst Daten von Versuchen, die auf drei Kontinenten gesammelt worden. Neben Flächen in Nordamerika wurden auch in Australien und Asien Versuchsfelder angelegt und die Entwicklung der Nährstoffgehalte der wichtigsten wachsenden Nahrungsmittel unter dem Einfluss verschiedener CO2-Werten getestet.

 


Mais und Hirsen zeigen sich unbeeindruckt

Während der Versuche stellten sich vor allem Hirse und Mais als nahezu resistent gegen die Einflüsse von Kohlenstoffdioxid heraus. Ein Nährstoffmangel war bei diesen Feldfrüchten nicht nachweisbar.

Nach Aussagen der Forscher sind die genauen Hintergründe für die beunruhigende Verringerung von Nährstoffen in einigen Schlüsselpflanzen zur Ernährung der Menschheit noch unbekannt. Weitere Forschungen sollen darüber in Zukunft Antworten geben.

Hamburg, 9. Mai 2014

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