Zeitumstellung im Sommer: Das sind die gesundheitlichen Folgen!

Katharina Flick

Dieses Wochenende ist wieder Zeitumstellung. Aber welche gesundheitliche Folgen hat das? Alle wichtigen Infos.

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Inhalt
  1. Zeitumstellung im Sommer 2021: Wann werden die Uhren zurückgestellt?
  2. Zeitumstellung: Welche gesundheitlichen Auswirkungen gibt es?
  3. Abschaffung der Zeitumstellung ab 2021

Auch wenn sich das Eurpäische Parlament bereits für eine Zeitumstellung nach dem Jahr 2021 ausgeprochen hat, müssen wir dieses Jahr definitv noch durch die Zeitumstellung - und das trotz gravierender gesundheitlicher Folgen! Alle Infos zur Zeitumstellung.

 

Zeitumstellung im Sommer 2021: Wann werden die Uhren zurückgestellt?

Jedes Jahr um diese Zeit taucht die gleiche Frage auf: An welchem Tag erfolgt die Zeitumstellung und gewinnen wir eine Stunde dazu oder verlieren wir eine? Für die Sommerzeit gilt dabei eine einfache Regel: Die Uhr wird immer am letzten Sonntag im März eine Stunde vor gestellt. Für den Sommer 2021 bedeutet das, am Sonntag, den 28. März, werden die Uhren nachts um eine Stunde nach vorne gestellt. Damit wird der Tag eine Stunde kürzer. Das heißt, abends wird es später dunkel und morgens später hell.

Da viele Menschen Schwierigkeiten haben, sich zu merken, wann man die Uhr vor- und wann zurückstellt, gibt es im Internet einige Eselsbrücken.

  • Im Sommer messen wir Plus-Grade, im Winter Minus-Grade. Entsprechend wird im Sommer die Uhr PLUS eine Stunde vorgestellt, im Winter MINUS eine Stunde zurückgestellt.
  • Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel VOR die Tür – die Uhr wird ebenfalls vorgestellt, im Herbst stellt man die Möbel wieder ZURÜCK in den Schuppen, die Uhr wird zurückgestellt.
 

Zeitumstellung: Welche gesundheitlichen Auswirkungen gibt es?

Auch auf unsere Gesundheit kann die Zeitumstellung einwirken. Kinder und Erwachsene reagieren dabei ganz ähnlich.

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Die Folgen der Zeitumstellung für Kinder

Für Babys und Kleinkinder ist der abrupte Wechsel ein Problem, da der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört wird. Sie werden quengelig und sind oft müde oder zur Schlafenszeit hellwach.

Das kann helfen:

Damit die Zeitumstellung für die Kleinen weniger schwierig wird, hilft es, ihre Schlafgewohnheiten etwa eine Woche vorher langsam anzupassen und die Umstellung nach und nach vorwegzunehmen. Das bedeutet: Wird die Uhr zur Winterzeit eine Stunde zurückgestellt, sollte man ein Baby jeden Tag etwa zehn Minuten später ins Bett bringen, bei Kleinkindern reicht es, mit der Umstellung drei bis vier Tage im Voraus zu beginnen. Auch die Essenszeiten sollten entsprechend angepasst werden, um den Rhythmus beizubehalten.

Zeitumstellung: So reagieren Erwachsene

Vor allem Frauen leiden unter der Zeitumstellung: Laut einer DAK-Umfrage haben sie fast doppelt so häufig Schwierigkeiten damit als Männer (16 versus 28 Prozent). Insgesamt gaben 22 Prozent der Befragten an, schon einmal gesundheitliche oder psychische Probleme mit der Zeitumstellung gehabt zu haben. Zu den genannten Beschwerden zählten Müdigkeit und Schlappheit (75% der Betroffenen), Einschlafprobleme oder andere Schlafstörungen (61%), Konzentrationsstörungen (36%), Gereiztheit (29%) und depressive Verstimmungen (12%).

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Das kann helfen:

Die Reaktionen von Körper und Psyche rühren daher, dass bei der Zeitumstellung auch unsere innere Uhr abrupt umgestellt wird. Und je regelmäßiger unser gewohnter Schlaf-Wach-Rhythmus ist, desto empfindlicher reagieren wir auf diese Änderung – der Körper macht eine Art Mini-Jetlag durch. Doch einige Tipps helfen dabei, sich schneller an die Umstellung zu gewöhnen:

  • Jetzt mit der Umstellung beginnen: Wer jeden Tag etwa zur gleichen Zeit ins Bett geht, hat ein höheres Risiko, Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung zu bekommen. In diesem Fall empfiehlt es sich, bereits einige Tage vorher mit der Umstellung zu beginnen und dann jeden Tag beispielsweise 15 Minuten später ins Bett zu gehen.
  • Morgenspaziergang: Je mehr Licht wir in der ersten Tageshälfte abbekommen, desto besser können wir nachts schlafen. Außerdem signalisiert helles Licht unserem Körper, dass die Nacht vorbei ist, und veranlasst ihn, in den „Wach-Modus“ zu wechseln.
  • Schlafzimmer abdunkeln: Wer Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen hat, sollte sein Schlafzimmer möglichst stark abdunkeln. Das fördert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, das uns müde und schläfrig macht.

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Abschaffung der Zeitumstellung ab 2021

Das EU Parlament hat im März 2019 für eine Abstimmung der Zeitumstellung ab 2021 gestimmt. Für die konkrete Umsetzung muss jedoch noch ein Kompromiss mit den Mitgliedstaaten ausgehandelt werden. Für Deutschland gäbe es damit zwei mögliche Szenarien: „Ewige Sommerzeit": Es wäre ständig abends länger hell. Am kürzesten Tag des Jahres würde die Sonne jedoch auch erst gegen 9:30 Uhr morgens aufgehen. Bei einer "ewigen Winterzeit" wäre es morgens zwar früher hell, dafür würde die Sonne auch am längsten Tag des Jahres ohne Zeitumstellung bereits kurz nach 20:30 Uhr untergehen.

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