Zähneknirschen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Symptome
  3. 3. Ursachen
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Beim Zähneknirschen, das Ärzte auch als Bruxismus bezeichnen, pressen die Betroffenen ihre Kiefer fest zusammen und reiben ihre Zähne dabei unbewusst aneinander. Das Zähneknirschen tritt vor allem in der Nacht auf und führt langfristig zu einer Beschädigung der Zähne und einem Verlust von Zahnschmelz. Mögliche Gründe für das Zähneknirschen sind psychischer Stress, neurologische Erkrankungen oder Fehlstellungen von Gebiss und Kiefer.

 

Was ist Zähneknirschen?

Meistens passiert es in der Nacht. Im Schlaf pressen manche Menschen plötzlich ihre Kiefer fest zusammen und beginnen, ihre Zähne aneinanderzureiben. Die Betroffenen selbst wissen dabei in der Regel nichts von ihrer nächtlichen Aktivität – oft im Gegensatz zu ihren Bettnachbarn. Nicht selten raubt ihnen das durchdringende Geräusch, das dem Zähneknirschen (medizinisch Bruxismus) seinen Namen eingebracht hat, den Schlaf.

Aber auch für die Zähneknirscher selbst sind die Folgen nicht unerheblich. Zwar ist der Zahnschmelz die härteste Substanz in unserem Körper und auch unsere Kaumuskulatur ist sehr belastbar, aber dem massiven Druck des Zähneknirschens können sie dauerhaft nicht unbeschadet standhalten. Der Kaudruck beim Knirschen ist um ein Vielfaches stärker als beim normalen Kauen, und die Anspannungsphasen der Muskeln erreichen eine beachtliche Länge: Bis zu 45 Minuten ununterbrochene Dauerbelastung durch Pressen und Reiben haben Ärzte in wissenschaftlichen Studien bereits nachgewiesen. Unter diesen Kräften leiden die Zähne ebenso wie die Muskulatur und die Kiefergelenke. Abgeschliffene, gebrochene und abgesplitterte Zähne, verspannte Muskeln im Kiefer- und Nackenbereich und Schäden an den Kiefergelenken sind die Folge. 

 

Gerade nachts wird mit den Zähnen geknirscht

Die meisten Menschen knirschen nur in der Nacht während des Schlafs mit den Zähnen. Bei starkem Stress und seelischer Anspannung kommt das Zähneknirschen aber auch tagsüber vor, oft zusammen mit anderen Bewegungsmustern, wie zum Beispiel dem Lippenbeißen oder dem Pressen der Zunge gegen die Zähne. Ärzte bezeichnen solche Bewegungen des Kauorgans, die nicht dem Kauen, Schlucken oder Sprechen dienen und somit keinen Zweck erfüllen, auch als Parafunktionen.

Insgesamt ist das Zähneknirschen weit verbreitet; ungefähr 20 Prozent der Menschen sind davon betroffen. Besonders das nächtliche Zähneknirschen ist stark altersabhängig. Während bis zu 18 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Schlaf mit den Zähnen knirschen, sinkt der Anteil der nächtlichen Zähneknirscher bei Erwachsenen auf fünf bis sechs Prozent, bei den über 60-jährigen sind es nur noch drei Prozent.

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