Wurmfarn - eine ehemalige Heilpflanze

Redaktion PraxisVITA

Der Wurmfarn wurde früher eingesetzt, um Wurmbefall zu bekämpfen. Dabei kam es aber zu heftigen Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen. Darum wird die Pflanze nicht mehr genutzt.

Eine Vergiftung mit Wurmfarn weist folgende Symptome auf: Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Leibschmerzen und Ohnmachtsanfälle
Eine Vergiftung mit Wurmfarn weist folgende Symptome auf: Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Leibschmerzen und Ohnmachtsanfälle© Fotolia
 

Wurmfarn: Anwendung und Heilwirkung

Definition Wurmfarn

Bezeichnung: Dryopteris filix-mas    Familie: Wurmfarngewächse             Gattung: Wurmfarne (Dryopteris)

Früher wurde die Wurzel vom Wurmfarn zur Behandlung von Wurmbefall eingesetzt. Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall und Kopfschmerzen und Vergiftungen mit Leberschäden und Sehstörungen bis hin zur Erblindung sowie einzelne Todesfälle  führten dazu, dass die Pflanze heute nicht mehr auf diese Weise verwendet wird.

Die Kommission E (BGA/BfArM) rät von der Anwendung von Wurmfarn ab. Auch die äußerliche Anwendung bei schlecht heilenden Wunden erfolgt heute nicht mehr.

 

Im Wurmfarn enthaltene Wirkstoffe

Acylphloroglucinole, Gerbstoffe, ätherisches Öl

 

Botanik

Die Sporen des Wurmfarns breiten sich von Juli bis September aus
Die Sporen des Wurmfarns breiten sich von Juli bis September aus© Fotolia

Wurmfarn wird 30 bis 140 Zentimeter hoch und hat einen kurzen, dicken Wurzelstock. Die Blätter sind trichterförmig angeordnet und sommergrün. An der Oberseite sind sie dunkelgrün, an der Unterseite heller.

 

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Wurmfarn erstreckt sich von Europa über Asien bis nach Nordamerika. Er ist weit verbreitet und bevorzugt schattige und feuchte Standorte, daher wächst er vorwiegende in Wäldern und Hochstaudenfluren.

 

Andere Namen für Wurmfarn

Gewöhnlicher Wurmfarn, Gemeiner Wurmfarn, Männerfarn, Farnmännlein, Bandwurmkraut, Irrwurz

Wissenswertes über Wurmfarn

Seinen Namen verdankt die Pflanze ihrer früheren Verwendung in der Volksmedizin. Der Gattungsname ist eine Zusammensetzung aus den griechischen Worten drys (Eiche) und pteris (Farn). Der Artname ist lateinisch und bedeutet männlicher Farn, woher auch der Name Männerfarn stammt. Er unterscheidet sich vom feineren Frauenfarn.

 

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.