Wundversorgung Schritt für Schritt

Redaktion PraxisVITA
Ein Vater klebt seinem Sohn ein Pflaster aufs Knie
Knie aufgeschlagen oder in den Finger geschnitten – diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch die Wundversorgung © Shutterstock

Schürfwunden am Knie, aufgekratzte Mückenstiche oder Schnittwunden am Finger: Im Alltag passieren ständig kleine Unfälle, Wunden entstehen, die versorgt werden müssen. Hier lernen Sie, wie Wundversorgung richtig geht.

Wie versorgt man eine Schnittwunde richtig – Pflaster drauf oder besser an der Luft heilen lassen? Obwohl wir regelmäßig mit kleinen Verletzungen konfrontiert werden, herrscht bei der richtigen Wundversorgung häufig Unsicherheit.

 

Wundversorgung nach Anleitung

Nachfolgend finden Sie daher eine Schritt für Schritt Anleitung, wie Sie bei der Wundversorgung vorgehen sollten – jetzt durchlesen und Wunden professionell verarzten.

 

Wundversorgung Schritt 1: Zunächst reinigen

Als Erstmaßnahme für eine korrekte Wundversorgung sollte die Wunde mit kaltem, klarem Wasser gereinigt werden. Dadurch werden Keime und Verunreinigungen weggespült. Ausnahme: tiefere Schnittwunden. Diese bluten oftmals stark. Das ist jedoch gut, weil das Blut die Keime aus der Wunde schwemmt und einer Entzündung vorbeugt.

Wundversorgung Schritt 1
Wundversorgung Schritt 1: Wunde reinigen© istock/jurgute
 

Wundversorgung Schritt 2: Dann desinfizieren

Manche Wunde ist stärker verunreinigt, beispielsweise, wenn man beim Fahrradfahren gestürzt ist und sich Steinchen und Straßenschmutz in der Wunde befinden. Solche Schürfwunden bluten ohnehin meist wenig und die Gefahr einer Infektion ist dadurch besonders hoch. In solchen Fällen ist eine Desinfektion nach dem Auswaschen sehr wichtig. Das Risiko eines Wundinfekts wird dadurch stark gemindert.

Wundversorgung Hände desinfizieren
Wundversorgung Schritt 2: Wunde desinfizieren© istock
 

Wundversorgung Schritt 3: Nun ein Heilgel auftragen

Spezielle Feuchtigkeitsgele für Wunden lassen Hautverletzungen tatsächlich schneller heilen. Der Trick: Sie halten die Stelle feucht und verbessern dadurch das Heilklima. Die Folge: Wunden schließen sich rascher und mit weniger Narbenbildung.

Wundversorgung Schritt 3: MediGel® auf die Wunde geben © iStock
 

Wundversorgung Schritt 4: Am Schluss mit Pflaster abdecken

Wunden brauchen Luft – diese Binsenweisheit dürfen Sie vergessen. Heute weiß man: eine abgedeckte Wunde heilt besser. Grund: An der Luft trocknet sie leichter aus und schließt sich dadurch langsamer. Außerdem schützt ein Pflaster oder ein Verband vorm Eindringen neuer Keime. Letztlich stillen Pflaster oder Verband auch die Blutung. Für Schnittwunden eignet sich ein normales, saugfähiges Pflaster aus der Hausapotheke – bei Schürfwunden oder Blasen sind Gelpflaster besser. Sie halten feucht und regen das Zellwachstum an.

Wundversorgung Pflaster
Wundversorgung Schritt 4: Die Wunde mit einem Pflaster abkleben© istock
 

Wundversorgung Schritt 5: Tetanusschutz nicht vergessen!

Bei stark verschmutzten Wunden wie solchen, die mit Erde in Kontakt gekommen sind sowie bei Tierbissen stellt sich die Frage: Wie lange ist Ihre letzte Tetanus-Impfung her? Schauen Sie im Impfpass nach. Es sollte nicht länger als zehn Jahre sein. Im Zweifelsfall lieber noch mal impfen lassen, um die Gefahr eines Wundstarrkrampfs sicher auszuschließen.

Wundversorgung Tetanusimpfung
Wundversorgung Schritt 5: Tetanusimpfung auffrischen!© istock
 

Wundversorgung Schritt 6: Und jetzt schonen

Damit die Wunde ungestört heilen kann, sollte sie ruhiggestellt werden. Jede Bewegung zerrt an den neu gebildeten Zellen und fördert Narben. Abhängig von der Tiefe und Größe der Wunde dauert es einige Tage bis zu zwei Wochen, bis die Wunde abgeheilt ist. Eitert sie oder entzündet sie sich, sollten Sie zum Arzt – in schweren Fällen wird dann mit Antibiotika behandelt.

Wundversorgung schonen
Wundversorgung Schritt 6: Wunde schonen© istock
 
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