Wunderheiler Manuka-Honig: So haben Keime keine Chance!

Rieke Heinze Medizinredakteurin

Manuka-Honig ist ein Naturprodukt aus Neuseeland und ein wahres Medizin-Multitalent. Gemeinsam mit Antibiotika kann der Honig sogar schwere Infektionen heilen, wie neueste Studien zeigen. 

Honig wird aus einem Glas geholt
Manuka-Honig wirkt antibakteriell und antiseptisch und ist damit ein kleines Wundermittel bei Infektionen Foto:  rclassenlayouts/iStock
 

Warum ist Manuka so gesund?

Manuka-Honig ist ein natürliches Medizinprodukt aus Neuseeland. Honig wird seit Jahrhunderten als antibakteriell wirkendes Naturprodukt genutzt. Manuka-Honig lässt sich in diesem Zusammenhang als der 'Super-Honig' bezeichnen. Bei oberflächlicher Verwendung fördert der Honig eine schnelle Wundheilung und verringert die Narbenbildung. Außerdem ist der Honig stark antimikrobiell und antiseptisch und lässt sich daher sehr gut bei der Behandlung von Infektionen einsetzen. Entscheidend hierbei ist der Mehtylgyoxal-Gehalt. Je höher dieser ist, desto wirksamer ist der Honig. 

 

Kann Manuka Antibiotika ersetzen? 

Jüngste Studien, die sich mit Mukoviszidose-Patienten beschäftigten, die an antimikrobiell resistenten Infektionen erkrankt waren, haben eine erstaunliche Wirkung festgestellt: wurde anstelle eines Antibiotikums der Honig verwendet, war die Absterberate der resistenten Bakterien um 10% höher. Wurden Honig und Antibiotika zusammen verwendet, erreichten Sie eine Wirksamkeit gegenüber den Bakterien von 90%. 

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Manuka stärkt das Immunsystem 

Der Honig von dem hübschen Manuka-Strauch heilt viel besser als andere Honige. Er liefert zum Beispiel 100-mal mehr Methylglyoxal (MGO), das gegen schädliche Bakterien wirkt. Laut Studien kann Manuka-Honig sogar das Wachstum gefährlicher Krankenhauskeime (MRSA) bremsen. Naturheilkundler empfehlen täglich einen Teelöffel Manuka-Honig (Reformhaus), um das Immunsystem zu stärken. Gut sind Honige mit MGO-Prüfsiegel.

 

Manuka-Honig vertreibt Magenbeschwerden

Forscher wiesen nach, dass Manuka-Honig Keime tötet, die Magengeschwüre verursachen, zum Beispiel das Bakterium Helicobacter pylori. So kann der Honig langfristig helfen, Magenkrebs zu verhindern. Bei Magenbeschwerden isst man mindestens 3-mal täglich einen Teelöffel Honig. 

 

Manuka stoppt den Durchfall 

In Kombination mit geriebenen Äpfeln stoppt der Manuka-Honig Durchfall sehr schnell, denn er wirkt gegen eine Vielzahl auslösender Bakterien-Arten.

Manuka-Honig gegen Durchfall

Einen Apfel schälen, fein reiben, mit 1 Teelöffel Manuka-Honig mischen. Über den Tag verteilt isst man drei bis vier. Wichtig: Bei Durchfall muss man verlorenes Wasser und Mineralien mit einer Elektrolyt-Lösung aus der Apotheke ersetzen.

 

Manuka bei schmerzenden und entzündeten Gelenken

Entzündung, Knorpelabnutzung, Überlastung – vieles kann die Gelenke reizen und Schmerzen und Schwellungen auslösen. Manuka-Honig liefert reichlich Stoffe, die Entzündungen hemmen. Naturheilkundler empfehlen ihn als Wickel. Man trägt den Honig messerrückendick auf die Schmerzstelle auf. Ein Leintuch glatt und nicht zu fest drüberwickeln, mit Mullbinde fixieren. Den Wickel lässt man mindestens zwei Stunden wirken. Auch über Nacht kann man ihn wirken lassen.

 

Manuka bekämpft Lippenherpes

Der Honig liefert auch besonders viele Stoffe gegen Viren. Untersuchungen zeigen: Das hilft gegen Lippen-Herpes genauso gut wie eine spezielle Creme aus der Apotheke. Schon beim ersten Kribbeln betupft man die Haut rund um die Lippen 4-mal täglich mit etwas Honig und lässt ihn vollständig einziehen. Oft tauchen die lästigen, juckenden oder schmerzenden Bläschen dann gar nicht erst auf.

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