Würmer bei Katzen: Sind sie gefährlich?

Julia Klinkusch Medizin- und Wissenschaftsjournalistin

Würmer bei Katzen gehören zu den eher unappetitlichen Erkrankungen. Anstecken können sich die Tiere nahezu überall. Im Gegensatz zu Katzenschnupfen oder Katzenseuche sind Würmer jedoch gut behandelbar. Allerdings können sie auch auf den Menschen übertragen werden.

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Inhalt
  1. Würmer bei Katzen – wie kommt es dazu?
  2. Wie kann man Würmer bei Katzen erkennen?
  3. Was hilft gegen Würmer bei Katzen?
 

Würmer bei Katzen – wie kommt es dazu?

Katzen können sich fast überall mit Würmern anstecken: bei ihren Artgenossen, an deren Kot oder durch das Fressen wild lebender Nagetiere (Zwischenwirt) oder Aas. Aufgrund dieser Übertragungswege sind Freigänger-Katzen häufiger betroffen als Wohnungskatzen – das bedeutet jedoch nicht, dass Stubentiger keine Würmer bekommen. Denn Katzenbesitzer können die Wurmeier nach einem Spaziergang mit den Schuhen in die Wohnung tragen.

Am häufigsten kommen zwei bestimmte Arten von Würmern bei Katzen vor: Plattwürmer – zu denen der Gurkenbandwurm, der Katzenbandwurm und der Fuchsbandwurm gehören – sowie Fadenwürmer, darunter Hakenwürmer und Spulwürmer. Fuchsbandwurm, Hakenwurm und Spulwurm können auch den Menschen befallen und verschiedene Krankheiten auslösen.

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Wie kann man Würmer bei Katzen erkennen?

Würmer bei Katzen lassen sich anhand mehrerer Symptome erkennen. So verursacht der Katzenbandwurm starken Juckreiz am After. Die Katze versucht diese Symptome zu lindern, indem sie mit dem Hinterteil über den Boden rutscht – Tierärzte nennen dieses Verhalten "Schlittenfahren". 

Würmer sind Parasiten. Hat die Katze Würmer, erkennt man das auch an Symptomen wie starker Gewichtsabnahme und einem aufgeblähten Bauch. In der Katzentoilette finden sich nicht nur Wurmeier, sondern auch ganze Würmer. Zudem können sich die Würmer bei Katzen am After absetzen.

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Was hilft gegen Würmer bei Katzen?

Die klassische Behandlung von Würmern bei Katzen ist die Wurmkur. Wurmkuren für die Katze gibt es in verschiedenen Formen und für verschiedene Würmer – als Tablette, als Paste oder zum Aufträufeln auf den Nacken, als sogenanntes Spot-on. Die Dosierung der Wurmkur muss an das Gewicht der Katze angepasst werden. Dabei berät der Tierarzt.

Es sollten ausschließlich Wurmkuren für Katzen verwendet werden, denn Wurmkuren für Hunde sind für Katzen giftig. Je nach Befall kann es nötig sein, verschiedene Wurmkuren zu verwenden, da einige Wurmarten gegen manche Mittel resistent sind.

Die Entwurmung der Katze hat keine vorbeugende Wirkung. Da manche Würmer auch für Menschen gefährlich werden können – vor allem für Kinder und ältere Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Vorerkrankungen – sollten Katzenbesitzer das Tier einmal jährlich bei der Vorsorgeuntersuchung auf Wurmbefall testen lassen. Würmer bei Katzen sind keine Seltenheit und nur bei rechtzeitiger Diagnose kann eine schnelle Behandlung erfolgen.

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Quellen:
Schrey, Christian (2019): Leitsymptome und Leitbefunde bei Hund und Katze: Differenzialdiagnostischer Leitfaden, Stuttgart: Thieme Verlag.
Lutz, Hans (Hrsg.) et al. (2019): Krankheiten der Katze, Stuttgart: Thieme Verlag.
Schützen Sie Ihre Katze und sich selbst vor Würmern, in: tieraerzteverband.de
Achtung Wurmgefahr!, in: Bundesverband für Tiergesundheit, in: bft-online.de

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