Wozu brauche ich einen Schrittzähler?

Redaktion PraxisVITA
Schrittzähler
Schrittzähler errechnen aus der zurückgelegten Strecke die verbrauchten Kalorien © Fotolia

Ob walken, joggen oder spazieren gehen: Bewegung stärkt unsere Gesundheit. Ein Schrittzähler motiviert, mehr Wege zu Fuß zurückzulegen und dokumentiert die Leistung. Aber wie genau sind die Geräte? Und wo am Körper trägt man sie? Praxisvita klärt auf.

 

Was ist ein mechanischer Schrittzähler?

Mit einem mechanischen Schrittzähler können die Schritte gezählt werden, die z.B. beim Spazierengehen, Walking oder Wandern zurückgelegt werden. Im Inneren befindet sich entweder eine Metallkugel oder eine Quecksilberblase. Beide reagieren auf die Bewegungen beim Gehen. Jede Bewegung wird als Schritt gezählt. Nicht immer werden daher bei einem mechanischen Schrittzähler alle Schritte exakt gewertet. Die mechanischen Schrittzähler müssen direkt am Körper befestigt werden.

 

Wie funktioniert ein elektronischer Schrittzähler?

Die modernen, elektronischen Schrittzähler verfügen im Inneren über einen 3-D-Sensor.  Anders als einfache Schrittzähler können elektronische Geräte unterscheiden, ob es sich um Schritte oder andere Bewegungen handelt. Die Ergebnisse sind daher genauer als die Wertungen mechanischer Schrittzähler. Das Gute: Bei einem elektronischen Schrittzähler werden keine Pausenzeiten mitgezählt, da der Schrittmesser registriert, wenn der Anwender stehen bleibt.

Schrittzähler am Hosenbund
Moderne Schrittzähler können überall am Körper getragen werden. Sie können einen Schrittzähler auch an der Kleidung befestigen© alamy

Die modernen Schrittmesser können überall am Körper getragen werden: Im Rucksack, in der Handtasche, in der Hosentasche, am Hosenbund. Sie können einen Schrittzähler auch an der Kleidung befestigen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass ein robuster Clip im Lieferumfang enthalten ist.

Soll Ihr Schrittzähler alle täglichen Schritte erfassen, ist es wichtig, dass er klein und komfortabel ist, damit Sie ihn den ganzen Tag bei sich tragen können. Achten Sie darauf, dass das Display trotzdem gut zu lesen ist.

 

Was kann ein Schrittzähler messen?

Einfache Geräte messen meist nur die Schrittzahl und die Distanz. Vielen genügt das, um einen gesünderen Lebensstil zu führen oder um abzunehmen. Übrigens: Wer 15 Schritte geht, verbrennt eine Kalorie.

Moderne Schrittmesser können anhand der Schritte sowie der zurückgelegten Distanz die verbrauchten Kalorien oder die Fettverbrennung ausrechnen. Dazu müssen die Nutzer Gewicht, Geschlecht, Alter und Größe eingeben.  

Wer regelmäßig Sport treibt, seine Aktivitäten aber auch beim Gehen festhalten möchte, braucht einen Schrittzähler, der die Form der Bewegung unterscheiden kann. Vor allem beim Jogging variieren die Schrittlängen und der Kalorienverbrauch. Mit dem „Workout Modus“ können Daten getrennt voneinander ausgewertet und nicht mit den normalen täglichen Schritten vermischt werden.

Viele Modelle speichern die Daten auf dem Schrittzähler nur für eine begrenzte Zeit (meist für 7-30 Tage). Danach können die Leistungen im Zeitablauf nicht mehr nachvollzogen werden. Moderne Schrittzähler können über ein USB-Kabel an den PC angeschlossen werden. Auf diese Weise lassen sich die gespeicherten Daten übertragen und auswerten.

 

Was können Schrittzähler-Apps?

Wenn Ihnen ein Schrittzähler zu viel zusätzlicher Ballast ist, können Sie sich auch einfach eine entsprechende App auf Ihr Smartphone laden. 10 000 Schritte sind als tägliches Ziel eingestellt: Ist es erreicht, ertönt ein Signal.

Schrittzähler App
Wenn Ihnen ein Schrittzähler zu viel Ballast ist, können Sie sich auch eine entsprechende App auf Ihr Smartphone laden© Fotolia
 

Warum 10.000 Schritte?

10 000 Schritte entsprechen dem, was unser Körper täglich an Bewegung benötigt, um dauerhaft gesund zu bleiben. Prof. Perikles Simon, Leiter der Sportmedizin an der Uni Mainz erklärt: "Der Mensch ist eigentlich dafür gebaut, sehr große Strecken zurückzulegen. Doch durch die moderne Lebensweise kommt Bewegung kaum noch in unserem Alltag vor. Zumindest ist sie im normalen Berufsleben nicht mehr vorgesehen, und jetzt müssen wir schauen, wie wir den Ausgleich schaffen."

Es ist durchaus möglich, am Tag 10.000 Schritte zu gehen, wenn man bewusst darauf achtet und mal das Auto stehen lässt, weiter weg parkt, eine Station früher aussteigt oder abends nochmal eine Runde spazieren geht.  Für 1.000 Schritte braucht man nach Angaben von Experten etwa zehn Minuten.

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