Worin besteht die Neurodermitis-Behandlung?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Zur Neurodermitis-Behandlung gehören viele Maßnahmen, die von Betroffenem zu Betroffenem unterschiedlich sein können. Sind Umstände bekannt, welche die Neurodermitis auslösen (z. B. bestimmte Nahrungsmittel), sollten die Patienten diese nach Möglichkeit meiden, beispielsweise durch eine Umstellung der Ernährung.

Außerdem sollten auftretende Beschwerden und Entzündungen schnell behandelt werden – vor allem wenn ein starker Juckreiz besteht, ist eine Therapie wichtig.

 

Medikamentöse Neurodermitis-Behandlung

Für die medikamentöse Neurodermitis-Behandlung steht eine Vielzahl von Wirkstoffen zur Verfügung. Unter diesen gibt es äußerlich anwendbare Arzneimittel, aber auch systemisch, d. h. auf den ganzen Körper wirkende, Therapeutika. Wie bei vielen chronischen Erkrankungen kann ein Medikamentenwechsel nach einiger Zeit sinnvoll sein. Je nach Schwere der Erkrankung verschreibt der Arzt aber ohnehin unterschiedliche Medikamente.

 

Topische Basistherapie bei trockener Haut

Bei der leichtesten Form der Neurodermitis, bei der es nur zu einer trockenen Haut kommt, wird eine sogenannte topische Basistherapie durchgeführt, um eine Austrocknung der Haut zu vermeiden. Hierfür können Salben, Cremes und Lotionen mit einem unterschiedlichen Fett- und Wassergehalt eingesetzt werden, welche die Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgen. Dabei gilt:

  • Salben enthalten am meisten Fett und eignen sich vor allem für die Pflege trockener Haut.
  • Cremes sind weniger fetthaltig und eignen sich für die Behandlung nässender Ekzeme.
  • Lotionen enthalten noch weniger Fett und eignen sich für nässende Ekzeme und zum Ablösen von Hautschuppen.

Außerdem sollte auf eine gründliche Hautreinigung mit ph-neutralen oder leicht sauren Produkten geachtet werden. 

Phototherapie zur Neurodermitis-Behandlung
Unterstützend zur medikamentösen Therapie kann eine Bestrahlung mit UV-Licht (Phototherapie) bei der Neurodermitis-Behandlung sinnvoll sein© Fotolia
 

Kortisonhaltige Präparate für die Neurodermitis-Behandlung

Wenn gleichzeitig Ekzeme auftreten, helfen meist kortisonhaltige Präparate. Sollten diese keine Wirkung zeigen oder nicht vertragen werden, können sich Patienten auch sogenannte Calcineurininhibitoren verschreiben lassen. Ergänzend dazu helfen auch pflanzliche Arnzeistoffe wie sie zum Beispiel im Mönchsköpfchen enthalten sind. Diese wirken juckreizstillend und antientzündlich und können zur dauerhaften Pflege eingesetzt werden. Salben aus der Mönchsköpfchenpflanze (zum Beispiel Dermaplant) sind eine wirksame und gut verträgliche Behandlungsmöglichkeit für Patienen mit Neurodermitis, die bei Juckreiz und Rötungen nicht gleich zu Kortison greifen wollen. Auch, wer häufig Kortison einsetzen muss, aber zwischen den Kortison-Phasen Wert auf Entzündungshemmung legt und die Haut regenerieren und stabilisieren möchte, kann zu den natürlichen Wirkstoffen greifen. In Ausnahmefällen – wenn die Ekzeme sehr lange anhalten und stark ausgeprägt sind – hilft die Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem drosseln (Immunsuppressiva).

 

Neurodermitis mit UV-Licht behandeln

Unterstützend zur medikamentösen Therapie kann eine Bestrahlung mit UV-Licht (Phototherapie) bei der Neurodermitis-Behandlung sinnvoll sein. Kinder unter 12 Jahren sollten aber nicht mit UV-Licht behandelt werden.

Im Allgemeinen läuft die Neurodermitis-Behandlung ambulant ab. Nur bei schweren Schüben oder dem Auftreten von Komplikationen kann ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden.

Vorbeugung
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