Worin besteht die Chlamydien-Behandlung?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Zur Chlamydien-Behandlung gehören immer Antibiotika, um den Erreger abzutöten.

Die Wirkstoffe Doxycyclin, Erythromycin, Clarithromycin, Azithromycin und Levofloxacin werden bei der Chlamydien-Behandlung am häufigsten eingesetzt. Um einen Rückfall zu vermeiden, sollte die Chlamydien-Behandlung über eine Dauer von mindestens zwei Wochen durchgeführt werden, auch wenn keine Symptome mehr vorhanden sind. Vor allem bei einer genitalen Infektion mit Chlamydia trachomatis ist es wichtig, auch den oder die Sexualpartner mit zu behandeln, um eine erneute Infektion zu vermeiden.

Eine Infektion mit Chlamydophila pneumoniae und eine Ornithose aufgrund einer Infektion mit Chlamydophila psittaci werden ebenfalls mit Antibiotika über einen Zeitraum von 10 bis 21 Tagen behandelt.

Antibiotika zur Chlamydien-Behandlung
Zur Chlamydien-Behandlung gehören immer Antibiotika, um den Erreger abzutöten© alamy
 

Wann werden Chlamydien gefährlich?

Geschlechtskrankheiten spielen trotz aller Aufklärung noch immer eine Rolle – wenn auch die klassischen wie Syphilis und Gonorrhoe zumindest in den nördlichen Breitengraden zurückgegangen sind. Trotzdem haben sexuell übertragbare Krankheiten nichts von ihrer Bedeutung verloren. Sehr weit verbreitet ist die Chlamydieninfektion. Auch junge Mädchen erkranken daran.

Gelingt es den winzigen Bakterien, einen Organismus zu infizieren, haben sie gute Chancen, von der Immunabwehr unerkannt zu bleiben. Denn sie haben ein eigenes Schutzsystem.

Gerade das ist das Gefährliche an dieser Infektion, denn es kann zu schlimmen Spätfolgen kommen: zum Beispiel zu Entzündungen der Harnröhre, der Gebärmutter und vor allem der Eierstöcke.

 

Chlamydien-Behandlung schützt vor Unfruchtbarkeit

Erfolgt die Chlamydien-Behandlung nicht rechtzeitig, droht Unfruchtbarkeit. Auch viele Eileiterschwangerschaften lassen sich auf eine Chlamydieninfektion zurückführen.

Wird nun eine schwangere Frau mit dem Erreger infiziert – und das ist bei immerhin fünf Prozent der werdenden Mütter der Fall –, so besteht für das Baby ein großes Risiko. Es kann an einer Lungenentzündung oder einer Infektion der Augen erkranken beziehungsweise andere schwere gesundheitliche Schäden davontragen. Ob die Infektion auch die Fruchtbarkeit des Mannes beeinträchtigt, ist noch unklar.

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