Worin besteht bei Vitiligo die Behandlung?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Vitiligo ist das Ziel der Behandlung, den Verlauf, das heißt die Vermehrung der weißen Flecken, aufzuhalten beziehungsweise die Größe der depigmentierten Hautbereiche auf ein Minimum zu reduzieren. Bisher gibt es keine Behandlung, mit der die Vitiligo geheilt werden kann. Allerdings gibt es immer wieder Berichte von Spontanheilungen.

 

Betroffene Hautstellen können mit speziellen Geräten bestrahlt werden

Am häufigsten wird bei der Vitiligo eine Bestrahlung mit sogenannten Schmalband-UV-B-Strahlen der Wellenlänge 311 Nanometer durchgeführt. Mithilfe spezieller Geräte ist es möglich, dabei nur die betroffenen Hautstellen zu bestrahlen und die gesunden Hautareale zu schonen. Werden gleichzeitig Medikamente wie Glukokortikoide, Calcipotriol oder Pseudokatalase lokal aufgetragen, lässt sich der Effekt der Bestrahlung erhöhen.

Die vor einigen Jahren sehr häufig einsetzte UV-A-Lichttherapie in Kombination mit sogenannten Photosensibilisatoren (PUVA), welche die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, wird heutzutage wegen nicht befriedigender Ergebnisse und ihrer Nebenwirkungen nicht mehr allgemein empfohlen. Meist wird sie nur noch durchgeführt, wenn die Bestrahlung mit UV-B-Strahlen keine ausreichenden Erfolge zeigt.

 

Neue Behandlung mit Salben die das Immunsystem beeinflussen

Eine relativ neue Methode bei Vitiligo ist die Behandlung mit den sogenannten Makrolidderivaten Tacrolimus und Pimecrolismus, die als Salbe direkt auf die Flecken aufgetragen werden und das Immunsystem beeinflussen. Wenn nur kleine Hautareale von Vitiligo betroffen sind, kann eine sogenannte autologe Melanozyten-Transplantation durchgeführt werden. Bei dieser werden Hautzellen einer gesunden Region in einem kleinen Eingriff an die erkrankten Bereiche verpflanzt.

Nur bei einem weit fortgeschrittenen Stadium der Vitiligo kommt eine komplette Bleichung der verbliebenen braunen Haut mit bestimmten Chemikalien als Behandlung infrage. Dabei werden die Melanozyten komplett zerstört. Ziel dieser Behandlung ist es, eine einheitliche Färbung der Haut zu erreichen. Allerdings kann die Bleichung nicht mehr rückgängig gemacht werden und sollte daher gut überlegt sein.

 

Camouflage Make-up kann Flecken abdecken

Keine eigentliche Vitiligo-Behandlung, aber für Betroffene sehr hilfreich – vor allem wenn die Flecken an sehr auffälligen Stellen wie an den Händen oder im Gesicht auftreten – ist das Abdecken der Flecken mittels Camouflage. Dabei handelt es sich um ein wasserfestes, sehr haltbares Make-up, das zusätzlich mit einem Puder fixiert wird.

Da Vitiligo häufig eine große Belastung für das Selbstwertgefühl und die Psyche darstellt, kann eine begleitende Psychotherapie sinnvoll sein. Da umgekehrt die Psyche auch einen großen Einfluss auf die Vitiligo hat, kann eine Psychotherapie in manchen Fällen auch den Verlauf der Erkrankung verlangsamen.

Vorbeugung
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