Worin besteht bei Kribbeln die Behandlung?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einem Kribbeln kann die Behandlung sehr unterschiedlich sein und hängt immer von der auslösenden Ursache ab

 

Bei Polyneuropathien helfen Antibiotika und Virostatika gegen das Kribbeln

Kribbeln bei einem „eingeschlafenen“ Arm muss nicht behandelt werden. Es hört auf, sobald der Druck auf den Nerv nachlässt. Bei langanhaltendem Druck auf einen Nerv, beispielsweise beim Karpaltunnelsyndrom (bei dem ein Nerv beim Durchtritt durch den Handwurzelkanal eingeengt ist), kann mithilfe eines operativen Eingriffs die Engstelle beseitigt werden.

Polyneuropathien können beispielsweise medikamentös mit Glukokortikoiden (Kortison), Immunsuppressiva (zum Beispiel Azathioprin, Cyclophosphamid, Methotrexat) oder hochdosierten Immunglobulinen, sowie mittels Krankengymnastik behandelt werden. Bei Polyneuropathien, die durch bestimmte Krankheitserreger ausgelöst werden, können – je nach Erregertyp – Antibiotika oder Virostatika gegeben werden, die in der Lage sind, den Erreger abzutöten. Bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sollte versucht werden, den Blutzuckerwert besser einzustellen. Mangelerscheinungen, wie ein Vitaminmangel, lassen sich meist durch die Gabe des entsprechenden Nährstoffes beseitigen.

 

Die Behandlung des Kribbelns im Rahmen der MS richtet sich nach dem Schub

Bei einer Multiplen Sklerose richtet sich die Behandlung danach, ob ein akuter Schub vorliegt oder nicht. Während eines Schubs werden in der Regel Glukokortikoide eingesetzt, um die Entzündung der Nerven zu lindern. Zwischen den Schüben kann die Erkrankung mit sogenannten Immunmodulatoren (zum Beispiel Beta-Interferone oder Glatirameracetat) behandelt werden. Seltener werden Immunsuppressiva eingesetzt. Bei einem stärkeren Verlauf der Erkrankung kann auf Behandlungen mit verschiedenen monoklonalen Antikörpern zurückgegriffen werden.

Liegt dem Kribbeln eine psychische Ursache zugrunde, zum Beispiel eine Panikstörung, ist eine Psychotherapie hilfreich. Unterstützend werden, je nach Ausprägung der Panikstörung, Medikamente (zum Beispiel Antidepressiva) eingesetzt.

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