Worin besteht bei einer Zerrung die Behandlung?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Zerrung der Bänder sollten als erster Schritt der Behandlung Sofortmaßnahmen ergriffen werden, um eine großflächige Schwellung zu verhindern und so die Gelenkfunktion bestmöglich zu erhalten.

 

PECH-Regel als Sofortmaßnahme bei einer Zerrung

Die ersten Maßnahmen werden als sogenannte PECH-Regel bezeichnet:

  • P wie Pause: Abbruch der sportlichen Tätigkeit
  • E wie Eis: Kühlung zur Schmerzlinderung mit Eis oder einem kalten Verband
  • C wie Compression: Kompression mit einem Druckverband mit mäßiger Spannung
  • H wie Hochlagern: Hochlagerung des verletzten Gelenks
Schnelles Kühlen hilft bei einer Zerrung
Sofortiges Kühlen kann eine starke Schwellung bei einer Bänderzerrung verhindern © shutterstock

Auch die weitere Behandlung einer Zerrung der Bänder erfolgt konservativ (also ohne Operation) durch Ruhigstellung des Gelenks. Hierfür werden zum Beispiel Verbände, ein Gipsverband oder sogenannte Orthesen, die das Gelenk von außen stützen, angelegt. Bei Bänderzerrungen am Bein helfen Unterarmstützen („Krücken“) dabei, trotz Verletzung mobil zu bleiben. Wichtig ist auch, das betroffene Gelenk regelmäßig zu kühlen.

 

Weitere Maßnahmen bei einer Zerrung: Kältetherapie, Ultarschalltherapie, Lymphdrainage

Gegen die Schmerzen und die Gelenkschwellung können entzündungshemmende Medikamente gegeben werden (zum Beispiel mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Diclofenac). Sie können das Gelenk auch mit schmerz- und entzündungshemmenden Mitteln einreiben (z. B. Diclofenac-Gel). Bei starken Schmerzen hilft gegebenenfalls. eine Kortison-Salbe – bei sehr starken Beschwerden kann der Arzt Kortison auch direkt in das Gelenk spritzen. Weitere Maßnahmen wie eine Kältetherapie, Ultraschalltherapie oder Lymphdrainage sollen die Heilung bei einem Bänderriss unterstützen.

Vor allem wenn Sie das Gelenk lange ruhigstellen müssen, ist es wichtig, schon während der Heilungsphase den Bewegungsumfang des Gelenks zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. Dies gelingt am besten mit gezielter Physiotherapie. Spezielle Übungen kräftigen außerdem die Muskulatur, sodass das Gelenk wieder stabilisiert und entlastet wird.

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