Worin besteht bei einer posttraumatischen Belastungsstörung die Behandlung?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung eine engmaschige Betreuung durch einen Arzt oder Psychotherapeuten, der Erfahrung in der Traumatherapie hat. Dieser sollte auch in akuten Krisensituationen zur Verfügung stehen beziehungsweise kurzfristig erreichbar sein.

Erstes Ziel der Behandlung ist eine emotionale Stabilisierung des Betroffenen. Dies kann im Rahmen einer Psychotherapie, meist einer Verhaltenstherapie, erreicht werden, in welcher der Betroffene verschiedene Distanzierungstechniken oder imaginative Verfahren wie den sogenannten inneren sicheren Ort erlernt.

 

Medikation bei der posttraumatischen Belastungsstörung

Begleitend zur Psychotherapie können bei einer posttraumatischen Belastungsstörung im akuten Stadium auch Medikamente, vor allem Antidepressiva wie Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) oder Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine, eingesetzt werden. Letztere sollten allerdings nur kurzfristig eingenommen werden, da die Gefahr besteht, von ihnen abhängig zu werden.

 

Psychotherapeutische Bearbeitung des Traumas

Psychotherapie bei posttraumatischer Belastungsstörung
Eine posttraumatische Belastungsstörung wird mithilfe einer Psychotherapie behandelt© Fotolia

Wenn der Betroffene stabilisiert ist und keine weitere Einwirkung des belastenden Ereignisses mehr besteht, kann die eigentliche Bearbeitung des Traumas im Rahmen einer Psychotherapie beginnen. Ein häufig eingesetztes Verfahren ist hierbei die schrittweise Konfrontation mit dem auslösenden Ereignis unter geschützten therapeutischen Bedingungen. Durch eine Verhaltenstherapie sollen dann hilfreiche Einstellungsmuster und positive, die Widerstandskraft stärkende Verhaltensweisen entwickelt und eingeübt werden.

Ein weiteres, sehr häufig bei einer posttraumatischen Belastungsstörung angewandtes Verfahren ist das sogenannte EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing). Hierbei soll mittels Augenbewegungen beziehungsweise akustischer oder sensorischer Signale eine beschleunigte Verarbeitung traumatischer Erinnerungen erreicht werden.

 

Weitere Methoden zur Therapie der PTBS

Weitere Verfahren zur Behandlung einer posttraumatischen Belastungsstörung sind die psychodynamisch-imaginative Therapie, stabilisierende Körpertherapie, Kunsttherapie und Entspannungsverfahren. Außerdem können möglichst breite soziale Unterstützungen, die Einbeziehung von hilfreichen Angehörigen, Angebote von Opferhilfsorganisationen, berufliche Wiedereingliederungsmaßnahmen und Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen des Opferentschädigungsgesetzes bei der Behandlung einer posttraumatischen Belastungsstörung hilfreich sein.

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