Worin besteht bei einer Nierenbeckenentzündung die Therapie?

Aus der Serie: Nierenbeckenentzündung

Bei einer Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) besteht die Therapie bei einer bakteriellen Ursache immer in einer Behandlung mit Antibiotika über meist 7 bis 14 Tage. Diese Medikamente sind in der Lage, die auslösenden Bakterien abzutöten. Wichtig ist dabei, dass der Arzt herausfindet, welcher Erreger die Nierenbeckenentzündung verursacht hat, um ein gezielt wirkendes Antibiotikum einsetzten zu können.

In den meisten Fällen erfolgt die Antibiotikatherapie mit Tabletten, bei schwerwiegenden Nierenbeckenentzündungen kann allerdings in den ersten Tagen eine Infusion mit Antibiotika sinnvoll sein. Wichtig sind auch das Einhalten einer Bettruhe und eine hohe Flüssigkeitszufuhr, um die Erreger aus der Niere „auszuspülen“. Bei starken Schmerzen können Schmerzmittel (Analgetika) gegeben werden.

Nierensteine in der Harnblase oder in den Harnleitern lassen sich meist medikamentös ausschwemmen. Alternativ können die Steine durch Stoßwellen zertrümmert oder operativ entfernt werden

Bei einer chronischen Nierenbeckenentzündung aufgrund einer Stauung des Harns ist es außerdem entscheidend, die vorhandene Engstelle zu beseitigen, um eine erneute Entzündung zu verhindern. Steine in der Harnblase oder in den Harnleitern lassen sich beispielsweise meist medikamentös ausschwemmen. Alternativ können die Steine durch Stoßwellen zertrümmert oder operativ entfernt werden. Auch bei einer Vergrößerung der Prostata helfen meist Medikamente. Sollten diese nicht anschlagen, kann die Prostata mithilfe einer Lasertherapie oder einer Operation verkleinert werden.