Worin besteht bei Dornwarzen die Behandlung?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei Dornwarzen besteht das Ziel der Behandlung darin, das sichtbare Warzengewebe komplett zu entfernen. Es ist nicht möglich, alle Viren vollständig zu beseitigen. Teilweise können Sie die Behandlung selbstständig zu Hause durchführen. Lesen Sie hier, welche Schritte dazu erforderlich sind.

Wann sollten Dornwarzen behandelt werden?

Einige Dornwarzen bilden sich von selbst zurück. Falls die Warze aber ein kosmetisches Problem darstellt, durch eine ungünstige Lage Beschwerden bereitet oder wenn gleichzeitig eine weitere Hauterkrankung wie z.B. Neurodermitis besteht, sollten Dornwarzen behandelt werden.

Selbstbehandlung mit Salizylsäure

Entsprechende Lotionen, Gele, Salben oder Pflaster mit dem Hornhaut lösenden Wirkstoff Salizylsäure – manchmal in Kombination mit Milchsäure – sind ohne Rezept in Apotheken erhältlich. Die Präparate können auf die betroffene Hautstelle getupft sowie als Cremes oder Pflaster aufgebracht werden. Sie müssen die Mittel über mehrere Tage hinweg mehrmals am Tag (besonders vor dem Schlafengehen) anwenden, damit sich die Hornhaut der Dornwarze Schicht für Schicht ablöst. Die aufquellende Hornschicht sollte mit einem Bimsstein oder einer Feile entfernt werden.

Warzenbehandlung mit Salicylsäure
Salizylsäure ist eines der gängigsten Mittel zur Dornwarzen-Behandlung © istock
Wann verschwindet die Dornwarze?

Oft dauert es zwei bis drei Monate, bis die Warze nach der Behandlung mit Salizylsäure vollständig entfernt ist.

Wichtig ist dabei, den umliegenden gesunden Bereich zu schonen und abzudecken – sonst können Warzenviren verschleppt werden. Um die Ablösung der Hornhaut zu unterstützen, helfen heiße Fußbäder mit einer Kochsalzlösung.

Alternativ können Sie verschreibungspflichtige Präparate mit dem Zytostatikum 5-Flouroucaril (5-FU) verwenden. Dieser Wirkstoff wird von der durch die Viren geschädigten Haut besser aufgenommen als von der gesunden Haut. Außerdem hemmt er das Wachstum der befallenen Zellen und vermindert die Vermehrung der Viren.

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Das macht der Arzt

Etwas effektiver zur Dornwarzen-Behandlung ist meist eine von einem Arzt durchgeführte Auflösung des Warzengewebes. Mithilfe eines Skalpells, einem Fräser oder einer Hautzange entfernt der Arzt zunächst die auf der Oberfläche von Warzen gebildete Hornhaut und Schwielen. Auf das Warzengewebe darunter wird dann eine Medikamentenlösung aus virusabtötenden Wirkstoffen und Salizylsäure aufgetragen.

Nach ein bis zwei Wochen sind meist die wesentlichen Teile des Warzenkopfs aufgelöst und können entfernt werden. Die in die Haut ragenden Anteile der Warze wurden bis dahin durch die Belastung beim Gehen an die Hautoberfläche gedrückt und können ebenfalls entfernt werden. Meist sind dafür mehrere Wiederholungen der Behandlung notwendig. In der Regel dauert die Dornwarzen-Behandlung mehrere Wochen bis Monate. Einzelne Behandlungstage müssen konsequent eingehalten werden.

 

Vereisung als eine Form der Dornwarzen-Behandlung

Sollte die Therapie nicht die nötige Wirkung zeigen, kann ein Arzt eine Vereisungstherapie (Kryotherapie) der Dornwarze durchführen. Bei dieser wird – meist mit einer sogenannten Vereisungspistole – flüssiger Stickstoff für 20 Sekunden auf die Dornwarze gesprüht und diese dadurch örtlich stark unterkühlt (-50 Grad Celsius). Auf diese Weise wird das Gewebe der Warze geschädigt, sodass es abstirbt und die Warze mit der Zeit verschwindet. In Apotheken sind außerdem verschiedene stark kühlende Mischungen zur Selbstbehandlung erhältlich.

Wie oft lassen sich Dornwarzen vereisen?

Die Vereisungstherapie kann bei Bedarf nach zwei Wochen wiederholt werden. Bei Dornwarzen tritt ein schmerzlindernder Effekt meist kurz nach der Anwendung ein. Nachteil: Weil sich dabei eine Blase unter der Haut bilden kann, ist diese Methode für Diabetiker wegen ihrer schlechten Wundheilung ungeeignet.

Dornwarzen-Behandlung Pflaster
Es gibt verschiedene Arten von orthopädischen Hilfsmitteln und Pflastern, die bei der Dornwarzen-Behandlung helfen können © istock
 

Weitere Methoden für die Dornwarzen-Behandlung

Lässt sich durch diese Behandlungen die Dornwarze nicht entfernen, stehen weitere Therapiemethoden zur Verfügung. Hierzu zählen beispielsweise die Ausschabung mit einem speziellen Instrument (Kürettage), die Elektrotherapie oder die Lasertherapie. Diese Dornwarzen-Behandlungen hinterlassen allerdings zum Teil Narben, die vor allem im Bereich der Fußsohle mitunter zu dauerhaften Schmerzen und Funktionsbeeinträchtigungen führen.

Dornwarzen-Behandlung
Bei der sogenannten Kürettage wird die Dornwarze an der Wurzel aus der Haut geschnitten oder mithilfe eines speziellen Instruments ausgeschabt © istock/ammett79

Übrigens: Im Laufe der Geschichte wurden zahlreiche mehr oder weniger seriöse Dornwarzen-Behandlungen, die häufig mit einem Aberglauben zu tun haben, entwickelt. Das Angebot reicht von Warzenbesprechen über Handauflegen bis zu geheimen Wundermittelchen, die nachts auf Friedhöfen aufgetragen werden müssen.

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Lassen Warzen mit sich reden?

Die meisten beruhen wahrscheinlich auf der Tatsache, dass die Hälfte aller Dornwarzen innerhalb von zwei Jahren auch von alleine verschwindet. Allerdings zeigen diese Warzenbehandlungen häufig auch keine Nebenwirkungen, sodass nichts dagegen spricht, sie auszuprobieren.

Vorbeugung
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