Ischias-Symptome Wo der Nerv eingeklemmt ist, zeigt die genaue Diagnose

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Treten plötzlich Ischias-Symptome wie Schmerzen zusammen mit einem Kribbeln oder Taubheitsgefühlen und Lähmungen auf, muss der Arzt zunächst feststellen, ob sich dahinter eine harmlose Muskelverhärtung verbirgt, die den Nerv eingeklemmt hat, oder ob der Nerv aufgrund anderer Ursachen ernsthaft geschädigt ist. Wie der Arzt feststellen, ob jemand Ischias hat und welche Untersuchungen bei der Diagnose zum Einsatz kommen, lesen Sie hier.

 

Anhand charakteristischer Ischias-Symptome lässt sich die Diagnose stellen

Sie können den Arzt bei der richtigen Diagnose unterstützen, indem Sie ihm die Beschwerden möglichst genau beschreiben: Wo genau haben Sie Schmerzen? Wann sind die Schmerzen zum ersten Mal aufgetreten? Welche Bewegungen lösen Schmerzen aus? Was für Schmerzen haben Sie? Ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln sind typische Ischias-Symptome. Beschreiben Sie dem Arzt möglichst genau, wo dieses Gefühl auftritt.

Im Anschluss an das Diagnose-Gespräch wird der Arzt gezielte Bewegungstests mit Ihnen durchführen. Da einzelne Nerven spezielle Bewegungen steuern, sind bestimmte Bewegungseinschränkungen oder Lähmungen ein Hinweis darauf, welcher Nerv eingeklemmt ist. Wenn beispielsweise der Ischias-Nerv eingeklemmt ist, fällt es den Betroffenen schwer, sich auf die Zehenspitzen zu stellen.

Weitere Ischias-Symptome: Schlimme Schmerzen. Diese reichen von einem Kribbeln bis hin zu Taubheitsgefühlen oder Lähmungen im Bein. Beim Husten oder Niesen verschlimmert sich der Schmerz noch. Bei einem Karpaltunnel-Syndrom kann unter Umständen der Daumen nicht mehr richtig abgespreizt werden.

Ischiasnerv-Symptome
Ischias-Symptome strahlen meistens bis ins Bein aus © istock/Eraxion
 

Bei einer Muskelverhärtung ist keine weitere Diagnostik notwendig

Durch das Abtasten der Muskulatur kann der Arzt feststellen, ob bei Ihnen eventuell Muskelverhärtungen vorliegen, wodurch ein Nerv eingeklemmt wird. Durch das Beugen und Strecken der Gelenke wird der Nerv gespannt beziehungsweise entspannt. Ist ein Nerv eingeklemmt und wird er dann weiter gespannt, verstärken sich die Symptome. Sie haben dann zum Beispiel stärkere Schmerzen oder das Kribbeln nimmt zu.

Ist ein verhärteter Muskel Ursache des eingeklemmten Nervs, ist in der Regel keine weitere Diagnostik nötig. Besteht der Verdacht, dass die Symptome durch eine ernstere Ursache, wie eine Verengung des Wirbelkanals, zum Beispiel aufgrund eines Bandscheibenvorfalls, ausgelöst werden, können weitere Untersuchungen folgen.

So kann der Arzt zum Beispiel anhand der Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) die Art der betroffenen Nervenfasern bestimmen und zudem den Grad der Schädigung feststellen. Mittels Elektromyografie (EMG) wird die Reizleitung der Muskeln überprüft.

 

Und wie wird die Ischias-Diagnose gestellt?

Mit einer Röntgenuntersuchung, einer Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) oder einer Computertomografie (CT) lassen sich Bilder Ihrer Wirbelsäule erstellen, auf denen genau zu sehen ist, an welcher Stelle und wodurch der Nerv eingeklemmt wird. Wenn es sich um eine Ischialgie handelt, verschreiben Ärzte meist Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Diclofenac oder Ibuprofen.

Wirbelsäule röntgen
Mit einer Röntgenuntersuchung lassen sich Bilder der Wirbelsäule erstellen, auf denen zu erkennen ist, an welcher Stelle und wodurch der Nerv eingeklemmt wird © istock/Shidlovski

Denn wichtig ist, dass Sie in Bewegung bleiben und keine Schonhaltung einnehmen. Leichter Sport wie Schwimmen oder Radfahren lassen den Nerv schneller genesen und mildern die Ischias-Symptome.

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