Wirkung garantiert?

Lavendel als vielseitiges Naturheilmittel
Der natürliche Arzneistoff in Lavendel hilft bei Schlafstörungen © Fotolia

Antibiotika und andere chemisch-synthetische Medikamente helfen – soviel steht fest. Sie sind klinisch getestet, die Wirkweise ist bekannt und die immer gleiche Qualität durch die Laborherstellung gesichert. Können pflanzliche Heilmittel da wirklich mithalten? Experten sagen Ja …

Der Tag war anstrengend und Silke R. (34) ist müde. Aber sie hat Angst vor ihrem Bett. Vor dem Gedankenkarussell, dass ihr jede Nacht den Schlaf raubt. Davor sich hin und her zu wälzen, weil die Sorgen einfach nicht aus ihrem Kopf verschwinden wollen. „So wie Silke geht es vielen Menschen“, erklärt die gelernte PTA und Geschäftsführerin der EXTRAVERT Coaching GmbH Julie Strobach. „Aber zum Glück gibt es Mittel dagegen.“

Der Wirkstoff setzt direkt dort an, wo die Ursache der inneren Unruhe liegt: Im Gehirn. Dort feuern bestimmte Nervenzellen übermäßig viele Signale, die wiederum andere Nervenzellen in Erregung versetzen. Der Mechanismus des Medikaments ist einfach: Er verengt die Nervenkanäle, die die Signale aufnehmen. Die Erregung nimmt ab. Das Gehirn „entspannt“ sich. Einzuschlafen fällt wieder leichter. Der ideale Effekt stellt sich bei einer Wirkstoffmenge von 80mg ein – enthalten in einer Weichkapsel. Das hört sich nach einem üblichen rezeptpflichtigen Medikament an? Was sind dann die Nebenwirkungen?

„Im Grunde genommen gibt es keine. Höchstens einen leichten Lavendel-Atem“, sagt Julie Strobach. Der Grund: Es handelt sich um einen natürlichen Wirkstoff aus dem Arznei-Lavendel der Provence. In dutzenden Studien klinisch getestet, in seiner Wirkweise erforscht, die immer gleiche Wirkstoffmenge und -qualität durch Laborprüfung garantiert.

Pflanzliche Arzneien wirken gerade bei leichten Beschwerden, wie oberflächlichen Hautverletzungen, Schlafstörungen und Erkältungen oft genauso gut wie synthetische Medikamente“, sagt Julie Strobach. Sie sind außerdem häufig besser verträglich. Silke R. beispielsweise hat ihre Schlafstörungen zunächst mit Schlaftabletten bekämpft. Die Folge: Sie musste die Wirkstoffmenge immer weiter erhöhen, um einschlafen zu können. Außerdem litt sie immer öfter unter dem sogenannten Schlafmittel-Hangover. Bis ihr eine Bekannte die pflanzliche Arznei empfahl. Seitdem findet Silke abends wieder leichter zur Ruhe und fühlt sich am nächsten Tag trotzdem fit und ausgeruht.

Die Wirksamkeit eines Naturheilmittels kann sich allerdings von Hersteller zu Hersteller unterscheiden – im Gegensatz zu synthetischen Medikamenten. Der Grund: Die Heilsubstanzen reifen in der Natur heran, sie werden nicht in Labors synthetisiert. Jede Sorte, jedes Anbaugebiet, jedes spezielle Herstellungsverfahren erschafft eine eigene Produktqualität.

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