Wirkt Milch bei Diabetes vorbeugend?

Können Milchprodukte Diabetes vorbeugen?
Lieber fettreduziert? Falsch! Schwedische Forscher haben jetzt herausgefunden, wie sich der Konsum von fettreichen Milchprodukten auf das Diabetes-Risiko auswirkt © Fotolia

Schwedische Wissenschaftler haben überraschende Erkenntnisse über die Entstehung von Diabetes II gewonnen. Praxisvita erklärt, wie Milch bei Diabetes wirkt und welche Vorbeugungsmaßnhmen es für die Erkrankung gibt.

Finger weg von Vollmilch, Sahne, Butter – Fettiges kann Diabetes verursachen! So dachte man bis vor kurzem und riet zum Konsum fettreduzierter Produkte. Eine schwedische Studie widerlegt diese Theorie jetzt: Die Forscher konnten beweisen, dass der Konsum fettreicher Milchprodukte dem Entstehen eines Typ-2-Diabetes vorbeugt. Milch bei Diabetes oder vorbeugend dagegen zu trinken ist also sogar positiv.

 

Milch bei Diabetes: Großangelegte Studie

Dazu begleiteten sie rund 27.000 Probanden zwischen 45 und 74 Jahren über einen Zeitraum von 14 Jahren. Das Ergebnis der Studie: Der Konsum von acht Portionen Vollmilchprodukten täglich senkt das Diabetesrisiko um 23 Prozent. Als Portion zählen dabei 200 Milligramm Milch oder Joghurt, 20 Gramm Käse, 25 Gramm Sahne oder sieben Gramm Butter.

Zwischen dem Konsum fettreduzierter Milchprodukte und der Entstehung von Diabetes konnten die Wissenschaftler keinen Zusammenhang feststellen.

 

Schützende Wirkung von Milchfett

Doch wie erklärt sich dieses Phänomen? Die Wissenschaftler vermuten, dass Milchfett die Insulinempfindlichkeit der Zellen stärkt. Wenn diese sinkt, steigt der Blutzuckerspiegel dauerhaft an – Diabetes entsteht. So kann Milch bei Diabetes schützend wirken.

Die Studienleiter gehen davon aus, dass ihre neuen Erkenntnisse die bestehenden Ernährungsempfehlungen in Bezug auf Diabetes revolutionieren werden.

Welche Lebensmittel außerdem für einen niedrigen Blutzuckerspiegel sorgen, erfahren Sie hier.

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