Windpocken in der Schwangerschaft: Baby in Gefahr

Windpocken in der Schwangerschaft
Frauen mit Kinderwunsch, die noch keine Windpocken hatten, sollten sich impfen lassen. Denn infiziert sich eine Schwangere mit der Kinderkrankheit, kann das für ihr Baby gefährlich werden © Fotolia

Wenn sich eine werdende Mutter mit Windpocken infiziert, droht ihrem Baby Gefahr: Es kann zu Behinderungen und sogar zur Fehlgeburt kommen. Darum sollten Frauen sich vor der Schwangerschaft auf Antikörper gegen Windpocken testen lassen.

Windpocken sind eine hoch ansteckende und nicht zu unterschätzende Viruserkrankung. Sie wird durch Tröpfchen (z. B. beim Ausatmen, Husten) oder auch nässende Hautbläschen übertragen. Während Kinder die Krankheit oft gut überwinden, drohen infizierten Erwachsenen Komplikationen bis hin zu Lungen-, Leber-, Bauchspeicheldrüsen-oder gar Hirnentzündungen. Wird eine Frau zwischen der 13. und 20. Schwangerschaftswoche mit Windpocken angesteckt, kann es tragisch enden: Dem Ungeborenen drohen körperliche Behinderungen, Augenschäden bis zur Erblindung, in etlichen Fällen kommt es sogar zur Fehl- oder Totgeburt!

 

Restrisiko trotz Impfung

Nur zehn Prozent aller schwangeren Frauen laufen Gefahr, an Windpocken zu erkranken. Dann allerdings birgt die Krankheit vergleichbar dramatische Gefahren wie zum Beispiel Röteln: Dem Ungeborenen drohen schwere körperliche Fehlbildungen, in einigen Fällen sogar der Tod. Frauen mit Kinderwunsch sollten ihr Blut rechtzeitig vor einer Schwangerschaft auf Antikörper gegen Windpocken testen lassen. Eine überwundene Erkrankung wie auch eine Impfung schützen allerdings – entgegen dem allgemeinen Glauben – nicht in jedem Fall vor einer Ansteckung. So bildet sich bei bis zu drei Prozent aller geimpften Frauen keine Immunität gegen Röteln aus. Die Impfung gegen Windpocken bietet einen etwa 90-prozentigen Schutz.

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