Wimpernwelle: Deswegen ist der Beauty-Trend so beliebt

Redaktion PraxisVITA

Eine Wimpernwelle sorgt für einen wachen Blick, betont die Augen und bedeutet beim Tages-Make-up eine gewisse Zeitersparnis. Viele Frauen schwören mittlerweile auf das Prozedere. Doch hält die Behandlung tatsächlich, was sie verspricht? Hier kommen alle Fakten zur Wimpernwelle.

Kosmetikerin trägt Gel auf Wimpern auf - Wimpernwelle
Bei einer Wimpernwelle wird ein chemisches Gel auf die Wimpern aufgetragen, um einen Schwung in die Härchen zu bringen Foto:  iStock/microgen
Inhalt
  1. Was ist eine Wimpernwelle?
  2. Wimpernwelle: So funktioniert sie
  3. Wie viel kostet eine Wimpernwelle?
  4. Wimpernwelle selber machen
  5. Vor- und Nachteile 
 

Was ist eine Wimpernwelle?

Ein Augenaufschlag mit schön geschwungenen Wimpern ist ein klassisches Schönheitsideal. Von Natur aus sind viele Wimpern allerdings eher gerade geformt. Sie zum perfekten Schwung zu bringen ist manchmal gar nicht so einfach. Viele greifen daher zu einer Wimpernzange. Dieses Schminkutensil kann die feinen Härchen am oberen Lidrand eine Zeit lang nach oben biegen – die Haltbarkeit ist allerdings auf ein paar Stunden begrenzt. Außerdem kann das Verwenden einer Wimpernzange unangenehm sein und Wimpern können dabei im schlimmsten Fall sogar abbrechen.

Es gibt allerdings noch eine andere Möglichkeit, die Augenhärchen zu biegen – und das sogar dauerhaft: die Wimpernwelle. Sie ist im Prinzip nichts anderes als eine Dauerwelle für die Wimpern. Mit einer chemischen Behandlung wird permanenter Schwung kreiert.

 

Wimpernwelle: So funktioniert sie

Wenn Sie eine Wimpernwelle machen lassen wollen, ist es wichtig vorab zu klären, ob Sie empfindliche Augen haben oder gar gegen einen der Inhaltsstoffe allergisch sind. Sonst sind die Wimpern am Ende zwar schön geformt, die Augen brennen aber oder sind total verquollen. Für ein gutes Ergebnis müssen vor der Behandlung außerdem Kontaktlinsen herausnehmen und Fett oder Make-up-Reste entfernen.

Eine Wimpernwelle können Sie in vielen Kosmetikstudios, bei Visagisten und sogar in einigen Friseur-Salons bekommen. Zu Beginn wählt man zunächst einmal eine Wimpernrolle – das ist quasi ein kleiner Lockenwickler für die Wimpern. Hierbei gibt es ganz unterschiedliche Größen. Je nach Länge und gewünschter Form kann eine der halbmondförmigen Rollen ausgesucht werden.

Rizinusöl neben Früchten
Beauty Rizinusöl: Warum ist es so gut für Haare und Wimpern?

Die behandelnde Person wird anschließend die Wimpern und Lider noch einmal entfetten. Dann wird die Wimpernrolle so nah wie möglich am Wimpernkranz aufgeklebt. Anschließend werden die Wimpern mit einem dünnen Stab einzeln an der Rolle festgeklebt. Ist das geschehen, beginnt die chemische Behandlung in zwei Phasen:

Phase 1:

Als Erstes wird mit einem Pinsel eine Dauerwellenflüssigkeit aufgetragen, die etwa eine Viertelstunde einwirken muss. Anschließend wird diese wieder entfernt.

Phase 2:

Nun wird ein Fixiergel aufgetragen, das die perfekte Welle noch haltbarer machen soll. Dieses wird nach etwa zehn Minuten wieder mit einem Tuch oder Wasser entfernt. Wichtig ist dabei, dass die Flüssigkeit nicht ins Auge gelangt.

 

Wie viel kostet eine Wimpernwelle?

Eine Wimpernwelle gibt es ab etwa 20 Euro. In manchen Studios kostet sie auch bis zu 40 Euro. Viele bieten auch eine Kombination aus Wimpernwelle und Wimpernfärben an.

Übrigens: Ein Wimpernlifting ist einer Wimpernwelle in vielen Dingen ähnlich, aber doch etwas anders: Dabei handelt es sich um eine vergleichbare Behandlungsmethode, bei der allerdings keine Röllchen, sondern ein Silikonkissen verwendet wird. Die Wimpern werden hierbei direkt am Wimpernansatz geliftet und nicht gewellt – dies lässt die Wimpernhärchen noch länger erscheinen.

 

Wimpernwelle selber machen

Eine Wimpernwelle kann man auch selbst zu Hause machen. Im Netz und auch in einigen Drogerien gibt es mittlerweile diverse Sets dafür zu kaufen. Dabei sollten Sie Schritt für Schritt mit großer Sorgfalt und Vorsicht vorgehen – schließlich wird hierbei mit Chemikalien am Auge hantiert. Wenn Sie sich für ein Set entschieden haben, müssen Sie Ihre Augenpartie vor der Anwendung auf die Wimpernwelle vorbereiteten. Rückstände von Cremes und Make-up müssen vollständig entfernt werden. Dann folgen vier Schritte:

1. Schritt: Eine Wimpernrolle aus dem Set auswählen und vorsichtig abziehen.
Diese wird nun am kompletten oberen Wimpernkranz angelegt und festgedrückt. Mit einem Stäbchen können die Wimpern nun an der Rolle fixiert werden.

2. Schritt: Nun wird das erste Entwickler-Gel dünn auf die Wimpern aufgetragen. Anschließend muss es etwa 15 Minuten einwirken. Das sollte sorgfältig in der mitgelieferten Anleitung nachgelesen werden. Nach der Wartezeit muss der Entwickler vorsichtig abgewischt werden. Das geht zum Beispiel mit einem Wattepad, mit dem man immer in Wuchsrichtung der Wimpern streicht.

3. Schritt: Jetzt wird das zweite Entwickler-Gel aufgetragen. Die Einwirkzeit sollte ein wenig kürzer sein als beim ersten Gel. Danach wird wieder alles abgewischt.

4. Schritt: Um die selbstklebende Wimpernrolle von den Augen abzubekommen, sollten Sie nun das Oberlid mit einer Hand sanft nach oben ziehen und die Rolle mit der anderen Hand vorsichtig nach unten abziehen.

Viele lassen sich ihre erste Wimpernwelle von einem Profi machen. Dafür bekommt man ein erstes Gefühl für das Ergebnis. Danach kann man die Wimpernwellen-Behandlung mit ersten Erfahrungen selbst ausprobieren.

Nahaufnahme einer Frau mit schönen Augenbrauen.
Beauty Brow Lifting: Ablauf, Kosten und Risiken zum Trend

 

Vor- und Nachteile 

Eine Wimpernwelle hält etwa sechs bis acht Wochen, dann fallen die Wimpern in ihrem natürlichen Wachstumszyklus aus. Einmal damit behandelt, muss man für betonte Augen nicht mehr jeden Morgen eine Wimpernzange benutzen. Wenn Sie das sonst regelmäßig machen, könnte die Wimpernwelle für Sie eine deutliche Zeitersparnis bedeuten.

Ein Abbrechen der Wimpern aufgrund der Wimpernwelle ist sehr unwahrscheinlich. Die verwendeten Gele sind so konzipiert, dass sie die Struktur der Wimpern nicht angreifen oder beschädigen.

Nachteile sind hingegen hauptsächlich beim Auftragen der Gele zu finden. Hier muss sehr sauber gearbeitet werden, sonst kommt es schnell zu unerwünschten Nebenwirkungen. Ein Kontakt mit den Augen muss unbedingt vermieden werden, sonst kann es zu Reizungen der Binde- oder Schleimhäute kommen und ein unangenehmes Jucken und Augenbrennen kann entstehen.

Außerdem kann es passieren, dass bei der Verwendung eines milden Gels die Wimpern die Inhaltsstoffe nicht aufnehmen und kaum oder gar nicht gebogene Wimpern das Resultat sind. In diesem Fall sollte man sich nach einer anderen Behandlungsmethode umsehen.

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2021 praxisvita.de. All rights reserved.