Wimpernserum – Wundermittel für lange Wimpern?

Redaktion PraxisVITA
Wimpern
Wimpernseren sollen für den perfekten Augenaufschlag sorgen – doch sie haben Nebenwirkungen © iStock/stock_colors

Lange geschwungene Wimpern sind der Traum vieler Frauen – und für diesen tun sie viel. Zum Beispiel Wimpernseren benutzen, obwohl diese Nebenwirkungen verursachen können. Wie die Wundermittel für den perfekten Augenaufschlag wirken und welche natürlichen Alternativen es gibt weiß, PraxisVITA.

 

Ein Medikament für die Schönheit?

Wimpernseren kosten etwa zwischen 20 und 80 Euro. Täglich auf den Wimpernkranz aufgetragen, sollen sie schon nach vier bis sechs Wochen den perfekten Augenaufschlag mit langen dichten Wimpern zaubern. Doch bei dem vermeintlichen Wundermittel handelt es sich eigentlich nicht um ein Beautyprodukt, sondern einen Wirkstoff aus einem Medikament gegen die Krankheit Grüner Star. Ein darin enthaltener Wirkstoff ist Prostaglandin, ein Gewebshormon. Dieser verursacht die wachstumsanregende Wirkung auf die Wimpern, indem er die Wachstumsphase der kleinen Härchen verlängert.

 

Schöne Wimpern als Nebenwirkung

Die wimpernverlängernde Wirkung der prostaglandinhaltigen Augentropfen wurde nur zufällig entdeckt: Patienten mit Grünem Star hatten nach der Verwendung des Mittels festgestellt, dass sie mehr und deutlich längere Wimpern bekamen. Doch die Zweckentfremdung kann Folgen haben: Einige Anwenderinnen berichten von Symptomen wie Juckreiz, geröteten Augen, einer geschwollenen Augenpartie und Kopfschmerzen nach dem Auftragen des Serums. Sogar die Haut an den Lidrändern und die Iris können sich verfärben und bei Augenkontakt können Sehstörungen auftreten.

Wegen der Nebenwirkungen und nicht abschätzbarer Spätfolgen gilt die Anwendung unter Experten als umstritten. Da das Serum als Kosmetikprodukt und nicht als Medikament gehandelt wird, werden kaum Tests und Studien zur Wirkung der Produkte durchgeführt.

 

Dichte lange Wimpern ohne Chemie

Wer sich lange Wimpern wünscht, aber das Risiko nicht eingehen möchte, seiner Gesundheit zu schaden, sollte diese natürlichen Mittel zur Wimpernverlängerung ausprobieren: 

Aloe Vera: Tragen Sie etwas Gel der Aloe Vera Pflanze mit einem Wattestäbchen auf den Wimperkranz auf. Sie können das Gel auch vorsichtig über Ihre Wimpern streichen. Nach etwa acht Wochen sollte ein Unterschied erkennbar sein. Die Wimpern werden durch das feuchtigkeitsspendende Gel weicher und geschmeidiger und brechen nicht so schnell ab. Tipp: das Gel sorgt nicht nur für volle Wimpern, sondern auch für einen wachen Blick: Tupfen Sie etwas Aloe Vera Gel unter die Augen, um Augenringe und Trockenheitsfältchen zu mindern.

Massagen: Massieren Sie mit den Spitzen der Zeigefinger vorsichtig den Wimperkranz . Zweimal täglich fünf Minuten Massage regen die Durchblutung an. So werden die Haarfollikel optimal mit Sauerstoff versorgt und das Wimpernwachstum angeregt.

Olivenöl: Tupfen Sie Olivenöl mit einem Wattstäbchen vorsichtig auf den Wimperkranz und lassen es über Nacht einwirken. Das im Öl enthaltene Vitamin E regt das Wimpernwachstum an. Tragen Sie es täglich auf, dann sollten sich nach etwa vier bis sechs Wochen Erfolge einstellen. 

Rizinusöl: Es enthält Proteine und Vitamine, die die Haarfollikel nähren und so das Wimpernwachstum anregen. Tragen Sie das Öl mit einem sauberen Mascarabürstchen auf die Wimpern auf und lassen es über Nacht einwirken. Am Morgen waschen Sie die Ölreste mit warmem Wasser ab. Nach ein bis zwei Wochen sollten die Wimpern deutlich dichter wirken. Rizinusöl erhalten Sie im Drogeriemarkt oder der Apotheke.

Vitaminreiche Ernährung: Die Vitamine A, B, C und E sind unter anderem für das Haarwachstum verantwortlich. Sie stecken in Obst, Hülsenfrüchten und Nüssen. Auch eisenhaltige Lebensmittel fördern das Haarwachstum, denn Eisen transportiert Sauerstoff in die Zellen und ist somit an Wachstumsprozessen beteiligt. Es steckt vor allem in rotem Fleisch und grünem Gemüse wie Erbsen und Spinat.

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