Wie wirkt sich eine Partnerschaft auf mein Herz aus?

Verena Elson Medizinredakteurin
Kapitel
  1. 1. Wie wirkt sich eine Beziehung auf meine Gesundheit aus?
  2. 2. Partnerschaft und Gewicht
  3. 3. Partnerschaft und Herzgesundheit
  4. 4. Schlafverhalten
  5. 5. Partnerschaft und Immunsystem

Eine Partnerschaft ist rundum gut fürs Herz – dass konnten zahlreiche Untersuchungen belegen. Menschen in Partnerschaften werden seltener herzkrank – und wenn doch, haben sie bessere Überlebenschancen.

Verheiratete Menschen haben ein geringeres Risiko, an einem Herz-Kreislauf-Leiden zu erkranken – eine Studie New Yorker Wissenschaftler bestätigte das 2014. Als Grund vermuten Experten, dass sich Ehepartner gegenseitig zu gesunder Ernährung und rechtzeitigen Arztbesuchen anhalten.

Die Unterstützung des Ehepartners führt dazu, dass Patienten verordnete Medikamente einnehmen
Die Unterstützung des Ehepartners führt dazu, dass Patienten verordnete Medikamente einnehmen© iStock

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch eine 2016 veröffentlichte Langzeitstudie der Aston Medical School im britischen Birmingham. Die Wissenschaftler begleiteten knapp eine Million Frauen und Männer, die zwischen 2000 und 2013 wegen Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck oder einem hohen Cholesterinspiegel in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. All diese Faktoren erhöhen das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Die Studie ergab: Verheiratete Bluthochdruck-Patienten haben ein um zehn Prozent geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben, als unverheiratete. Bei Diabetes-Patienten sinkt das Risiko um 14 Prozent, wenn sie verheiratet sind, bei Menschen mit hohen Cholesterinwerten um 16 Prozent. Die Erklärung der Wissenschaftler: Die Unterstützung des Ehepartners führt dazu, dass Patienten sich genauer an Vorgaben ihrer Ärzte halten, verordnete Medikamente einnehmen, Ernährungspläne einhalten und gegebenenfalls verordneten Sport treiben.

 

Partnerschaft schützt vor plötzlichem Herztod

Bereits 2004 fanden dänische Wissenschaftler heraus, dass das Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden, bei Alleinlebenden mindestens viermal so hoch ist wie bei Menschen, die mit einem Partner zusammenleben. Die Forscher identifizierten das Alleinleben sogar als den Faktor, der am stärksten mit dem plötzlichen Herztod in Zusammenhang stand.

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