Wie wirkt die Aprilsonne auf meinen Körper?

Verena Elson
Frau sitzt in der Sonne
Die Frühlingssonne ist keineswegs harmlos – auch im April ist für den Aufenthalt im Freien bei schönem Wetter Sonnenschutz geboten © iStock/AleksandarNakic

Wenn die ersten wärmenden Sonnenstrahlen kitzeln, heißt es: Nichts wie raus in die Frühlingssonne! Doch wie stark scheint die Sonne eigentlich im April – muss ich mich jetzt schon eincremen?

Seit dem Frühlingsanfang im März verläuft die Sonne nördlich des Äquators – und wir kommen langsam wieder in den Genuss längerer Tage und wärmender Sonnenstrahlen. Anfang des Monats scheint die Sonne bereits 13 Stunden – Ende April liegen schon 14,5 Stunden zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Was macht die stärker werdende Sonne mit unserem Körper – und unserer Psyche?

 

Brauche ich im April schon Sonnenschutz?

Ja – denn auch die Frühlingssonne kann Sonnenbrand auslösen. Der sogenannte UV-Index (UVI) gibt Auskunft darüber, wie hoch die hautschädigende UV-Strahlung zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr ist. Je höher der UVI ist, desto größer ist die Gefahr eines Sonnenbrandes. Der angegebene Wert bezieht sich immer auf die Strahlenbelastung in der Mittagszeit. Während der UVI beispielsweise in Berlin in den Wintermonaten bei 0 bis 1 liegt, erreicht er in den Hochsommermonaten Juni und Juli typischerweise Werte um 7. Im April liegt er immerhin bei etwa 4 – ab Werten um 3 empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz Schutzmaßnahmen vor der Sonne. Wer sich bei sonnigem Wetter im Freien aufhält, sollte sich also auch im April schon schützen.

 

Sind wir im April glücklicher als im März?

Wenn im April die Tage länger werden, kommt bei vielen ein Hochgefühl auf – Probleme und Sorgen wiegen weniger schwer, der Alltag wird mit mehr Schwung und Motivation angegangen. Diese sogenannten Frühlingsgefühle sind keineswegs pure Einbildung – denn die erhöhte Menge Tageslicht wirkt sich auf unseren Hormonhaushalt aus.

Sie führt zunächst dazu, dass die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin verringert wird. Das Glückshormon Serotonin und die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin werden dagegen verstärkt produziert – mit dem Ergebnis, dass wir uns wacher und aktiver fühlen. Dass wir im Frühling auf Flirten „programmiert“ sind und uns häufiger verlieben, ist dagegen nicht wissenschaftlich belegt.

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