Wie wird bei Durchblutungsstörungen die Diagnose gestellt?

Aus der Serie: Durchblutungsstörungen

Es gibt verschiedene Untersuchungen, um bei Durchblutungsstörungen die Diagnose zu stellen. Liegt keine Notfallsituation vor, sieht sich der Arzt zunächst die Haut an: Farbe und Temperatur können einen ersten Hinweise auf Durchblutungsstörungen geben.

Außerdem tastet er den Puls und hört ihn mit einem Stethoskop ab. Anschließend misst er den Blutdruck.In vielen Fällen kann der Arzt damit die Durchblutungsstörungen bereits feststellen.

Um die Diagnose zu sichern, ordnet er in der Regel bildgebende Untersuchungsverfahren an. Damit ist es außerdem möglich, genauer einzugrenzen, an welcher Stelle der Blutfluss gestört ist.

Bei medizinischen Notfällen – zum Beispiel beim Verdacht auf einen Schlaganfall – überprüft der Arzt die akuten Symptome und ordnet dann sehr schnell bildbegebende Untersuchungen an, um möglichst rasch Gewissheit über die Durchblutungsstörungen zu bekommen. Beim Verdacht auf einen Herzinfarkt werden notfallmäßig ein EKG (Elektrokardiogramm) sowie eine Blutuntersuchung zur Diagnose von Durchblutungsstörungen durchgeführt.

Durchblutungsstörung-Diagnose mittels EKG
Um die Diagnose bei Durchblutungstörungenzu sichern, ordnet der Arzt in der Regel bildgebende Untersuchungsverfahren an – z.B. ein EKG Foto: istock

Ultraschall zur Diagnose von Durchblutungsstörungen

Eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) ist ein schnelles, einfaches Verfahren, um Durchblutungsstörungen festzustellen. Der Arzt fährt dazu mit dem Ultraschallkopf über das entsprechende Blutgefäß. Spezielle Ultraschallverfahren wie Doppler- oder Duplexultraschall, bei denen der Blutfluss farbig dargestellt wird, erleichtern es dem Arzt, bei Durchblutungsstörungen die Diagnose zu stellen.

Ein weiteres bildgebendes Verfahren ist die Angiografie, eine Röntgenuntersuchung der Blutgefäße. Der Arzt führt dazu einen dünnen Kunststoffschlauch (Katheter) in eine Arterie – zum Beispiel in der Leiste – ein, spritzt darüber ein Kontrastmittel in das Blutgefäßsystem und röntgt es anschließend. Untersuchungen des Herzens, die mit einem Katheter durchgeführt werden, bezeichnet man als Herzkatheter-Untersuchungen. Hierzu gehört auch die Koronarangiografie, also die Röntgenuntersuchung der Herzkranzgefäße.

Diagnose bei pAVK

Je nach Erkrankung erfolgen weitere Untersuchungen. Bei einer pAVK geht der Patient zum Beispiel auf einem Laufband, um zu testen, wie weit er gehen kann, bis die Schmerzen auftreten beziehungsweise bis sie unerträglich sind. In manchen Fällen ist zur Diagnose von Durchblutungsstörungen zusätzlich eine Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) oder eine Computertomografie (CT) sinnvoll.