Wie wir Muskelschmerzen richtig einheizen

Hot-Stone-Therapie bei Muskelschmerzen
Eine Hot-Stone-Therapie lässt Muskelschmerzen verdampfen © istock

Etwas Warmes braucht der Mensch. Das sorgt nicht nur für Wohlfühlmomente an kalten Tagen, sondern ist auch echte Medizin. Erfahren Sie hier, wie Sie sich die heilsame Wirkung von Wärme bei Muskelschmerzen zu Nutze machen können.

Muskelschmerzen sind häufig tückisch. Man weiß nicht immer genau, woher sie kommen und wie man die schmerzende Körperpartie am besten erreichen soll. Dabei schafft man dies manchmal  – wie auch bei schwierigen Gesprächen – vor allem durch die Blume! Am besten eigenen sich dafür Heublumen. Mit ihnen holen wir uns nicht nur den Duft des Sommers zurück, das heiße Blütensäckchen gilt auch als „Morphium“ der Naturmedizin. Die darin enthaltenen Cumarine entspannen verkrampfte Muskeln und wirken schmerzlindernd.

SOS-Tipp bei Muskelschmerzen im Rücken: 300 g getrocknete Heublumenblüten (Apotheke) in Leinensack geben. Wasser in einen Topf füllen, Siebeinsatz hinein, Säckchen darin ablegen, 20 Minuten dämpfen. Herausnehmen, abkühlen lassen und 40 Minuten auf die schmerzende Stelle legen.

 

Mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein

Wer etwas härtere Geschütze auffahren will, nimmt statt Blumen einfach Steine. Bei der Hot-Stone-Therapie legt der Therapeut etwa 60 Grad heiße Vulkansteine auf Bauch, Rücken oder Stirn. Mit einigen davon massiert er den Patienten, andere ruhen auf dem Körper. Dauer: 45–60 Minuten. Lässt Muskelschmerzen und Stress verdampfen!

 

Fieber gegen Schmerzen?

„Gib mir ein Mittel, Fieber zu erzeugen, und ich heile jede Krankheit“, versprach der antike Philosoph Parmenides. Heute heißt diese Therapie „Hyperthermie“. Die Tiefenwärme kommt vor allem bei Krebs zum Einsatz – hilft aber auch bei Asthma und Muskelschmerzen. Mit Mikro- und Radiowellen oder Infrarotlicht heizen Ärzte die Körperkerntemperatur bis 39 Grad auf. Nach ein paar Sitzungen lassen sich so Beschwerden lindern, Arzneien verringern.

Heublumen bei Muskelschmerzen
Ein warmer Heublumensack (Apotheke) wirkt bei akuten Muskelschmerzen Wunder© istock
 

Gutes für Seele und Muskeln

Einen Tag wie am Strand erleben wir mit der „Psammotherapie“. Die Anwendung im heißen Sand tut der Seele gut, hilft aber auch bei Muskelschmerzen. In ein Laken gewickelt, versinkt der Körper für 20 Minuten in einer mit 50 Grad heißem Sand gefüllten Wanne. Die trockene Wärme entspannt Gelenke und Muskeln.

 

Zur Vorbeugung Schwitzen

Viele Muskelschmerzen haben grippale Infekte als Ursache. Damit die uns gar nicht erst befallen, können wir unser Immunsystem stärken. Auch hier hilft uns die Hitze. Saunagänge stärken das Immunsystem und den Kreislauf. Bei Temperaturen von 70 bis 100 Grad kriegen wir aber nicht nur Schweißausbrüche – beim Schwitzen werden auch Endorphine, unsere Glückshormone, freigesetzt. Und wer nach jedem Saunagang für Kältereize durch einen Tauchgang ins kalte Becken sorgt, stärkt sein Immunsystem besonders. Grund: Heiß-kalt-Reize erhöhen das Interferon im Blut – und diese Substanz schützt uns vor viralen Infekten!

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