Wie werden Muskelschmerzen behandelt?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Je nachdem, welche Krankheit der Auslöser für Muskelschmerzen ist, müssen unterschiedliche Behandlungsoptionen angewendet werden. Während einige Auslöser von selbst verschwinden (Muskelkater, Prellungen) können andere kaum oder gar nicht therapiert werden (Muskeldystrophie Duchenne, Parkinson).

Sportverletzungen oder starker Muskelkater lassen sich meist durch kühlende Umschläge lindern. So gehen auch Schwellungen zurück. Auch schmerz- und entzündungshemmende Salben können den Heilungsprozess beschleunigen. Neben diesen Maßnahmen steht Schonung an erster Stelle. Im Falle einer Muskelverletzung sollte das betroffene Körperteil außerdem am besten mit einem Verband stabilisiert werden.

Bei der akuten Versorgung einer Sportverletzung hilft die sogenannte PECH-Regel. Das Akronym steht für:

P = Pause (betreffendes Körperteil so wenig wie möglich belasten)

E = Eis (Kühlen)

C = Compression (Kompressionsverband anlegen)

H = Hochlegen

Beinwell für die Muskelschmerzen-Behandlung
Für die Muskelschmerzen-Behandlung eignen sich Salben mit dem Extrakt des Beinwells. Die natürlichen Wirkstoffe ziehen tief in das Gewebe ein, hemmen dort die Entzündung© istock
 

Was ist die beste Muskelschmerzen-Behandlung?

Eine nebenwirkungsfreie Alternative im Rahmen der Muskelschmerzen-Behandlung bieten Salben mit dem Extrakt des Beinwells. Die natürlichen Wirkstoffe ziehen tief in das Gewebe ein, hemmen dort die Entzündung und lindern außerdem effektiv Schwellungen. Massieren Sie die Schmerzsalbe dafür mehrmals täglich sanft auf der betroffenen Stelle ein. Auch Eukalyptus- und Pfefferminzöl wirken entzündungshemmend sowie schmerzstillend und können zur Behandlung verwendet werden. Geben Sie dafür zweimal täglich eines der Öle auf die betroffene Stelle. Extra-Tipp: Die in Rosmarin enthaltende Urolsäure bekämpft besonders Infektionen in den Hand- und Kniegelenken sowie an den Knorpeln effektiv. Kochen Sie dafür 400 Milliliter Wasser auf, geben Sie 200 Gramm Rosmarin hinzu und lassen Sie den Aufguss 20 Minuten ziehen. Zwei Tassen täglich sind ideal.

Bei akuten Muskelschmerzen helfen neben schmerzstillenden Salben und Kühl-/Wärmepads Massagen oder gezielte Physiotherapie. Auch Saunagänge, Akupunktur bzw. Akupressur und heiße Bäder mit entspannenden Zusätzen (Lavendel, Rosmarin) können die Schmerzen lindern.

Steckt hinter den Muskelschmerzen ein genereller Haltungsschaden, können die Muskelschmerzen chronisch werden. In diesem Fall empfiehlt sich ein gezieltes Training der Schulter-Nacken-Muskulatur sowie eine Anpassung der Körperhaltung, zum Beispiel durch einen rückenfreundlicheren Arbeitsplatz. Auch langfristige Physiotherapie ist bei der Muskelschmerzen-Behandlung sinnvoll.

Muskelschmerzen-Behandlung mit Physiotherapie
Auch eine langfristige Physiotherapie ist bei der Muskelschmerzen-Behandlung sinnvoll© istock

Ist der Muskelschmerz unerträglich, kann vom Arzt ein Lokalanästhetikum direkt in den schmerzenden Muskel gespritzt werden (Neuraltherapie).

 

Wer behandelt Muskelschmerzen?

Welcher Arzt sollte bei Muskelschmerzen konsultiert werden? Es kommt darauf an. Gehen Sie auf jeden Fall erst zu Ihrem Hausarzt. Er erkennt, ob hinter den Schmerzen nur eine Fehlbelastung, Überanstrengung oder Verletzungen stecken. Ist dies nicht der Fall, wird er Sie zu einem entsprechenden Facharzt überweisen. Bei Problemen mit dem Immunsystem etwa ist der Internist der richtige Ansprechpartner.

Ist das Nervensystem schuld an Ihren Beschwerden, ist der Neurologe die richtige Wahl. Ein Orthopäde kann Ihnen weiterhelfen, wenn der Beweungsapparat erkrankt ist. Wenn die Schmerzen Folge psychischer Anspannung sind und sich zusätzlich Nacken- und Rückenschmerzen zeigen, ist der Gang zum Psychomatiker unausweichlich.

Vorbeugung
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