Wie verläuft die Windpocken-Therapie?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Ist Ihr Kind gesund, verlaufen die Windpocken normalerweise unkompliziert und mild. Der Arzt wird Ihrem Kind deshalb in der Regel kein Medikament verschreiben, welches das Windpocken-Virus selbst bekämpft, sondern wird sich für eine sogenannte symptomatische Windpocken-Therapie entscheiden.

Diese hat vor allem zum Ziel, die für Ihr Kind unter Umständen sehr unangenehmen Symptome zu lindern. Dazu gehört besonders der starke Juckreiz am ganzen Körper. Um den Juckreiz zu stillen und um die Gefahr von bakteriellen Infektionen zu vermindern, kann der Arzt Ihrem Kind im Rahmen der Windpocken-Therapie verschiedene Medikamente verschreiben. Außerdem gibt es eine Reihe weiterer Maßnahmen, mit denen Sie Ihrem Kind die lästige Erkrankung ein bisschen angenehmer machen könne.

 

Tipps bei Windpocken

  • Bieten Sie Ihrem Kind luftige und locker sitzende Kleidung an. Viele an Windpocken erkrankte Kinder empfinden enge, an der Haut anliegende Kleidung als unangenehm.
  • Da sich Windpocken sehr leicht entzünden, sollten Sie während einer Windpocken-Erkrankung die Fingernägel Ihres Kindes möglichst kurz halten, damit es sich die juckenden Bläschen nicht so leicht aufkratzen kann.
  • Häufig setzt der Arzt bei der Windpocken-Therapie Antihistaminika ein, also Medikamente, die die Wirkung des Botenstoffs Histamin blockieren und so den quälenden Juckreiz lindern.
  • Zinkschüttel-Mixturen, die Sie regelmäßig auf die Windpocken auftupfen, trocknen die Windpocken aus und die juckenden Bläschen können schneller abheilen.
 

Keine Acetylsalicylsäure verwenden

Wenn bei Ihrem Kind allgemeine Krankheitssymptome und Fieber auftreten, sollte sich das Kind schonen. Verwenden Sie auf keinen Fall Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure, um das Fieber zu senken, da dieser im Verdacht steht, bei Virusinfektionen das sogenannte Reye-Syndrom auszulösen. Hierbei kann es zu hohem Fieber, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen und Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma kommen.

 

Patienten mit Immunschwäche

Bei Kindern oder Erwachsenen, die an einer Immunschwäche leiden, können die Windpocken sehr schwer verlaufen. In diesem Fall wird der Arzt für die Windpocken-Therapie auf antivirale Medikamente wie Aciclovir einsetzen, um das Varicella-Zoster-Virus selbst zu bekämpfen und die Infektion möglichst schnell einzudämmen.

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