Wie verläuft die Darmkrebs-Behandlung?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Wenn der Arzt den Darmkrebs frühzeitig erkennt und die Darmkrebs-Behandlung rechtzeitig einleitet, sind die Heilungschancen bei Darmkrebs sehr gut. Eine erfolgreiche Darmkrebs-Behandlung erfordert allerdings immer eine möglichst vollständige operative Entfernung des Tumors.

Um sicherzustellen, dass er den Tumor bei der Operation vollständig entfernt, entnimmt der Arzt deshalb einen relativ großen Teil des Darms, einschließlich eines breiten Rands gesunden Darmgewebes um den Tumor herum. In manchen Fällen muss der Arzt deshalb nach der Operation einen künstlichen Darmausgang anlegen.

Darmkrebs Tumor
Eine erfolgreiche Darmkrebs-Behandlung erfordert eine möglichst vollständige operative Entfernung des Tumors © istock/ChrisChrisW

Bei der Operation werden auch die umgebenden Lymphknoten entnommen, da sich die Tumoren über die Lymphgefäße im ganzen Körper verbreiten können. Außerdem wird der Chirurg versuchen, bereits entstandene Metastasen zu entfernen. Vor allem bei einzelnen Metastasen in der Leber ist das oft ohne größere Probleme möglich.

 

Darmkrebs-Behandlung durch Chemotherapie

Menschen, bei denen der Tumor bereits weit fortgeschritten ist oder Metastasen gebildet hat, wird der Arzt nach der Operation eine weiterführende Darmkrebs-Behandlung empfehlen. Trotz der zum Teil unangenehmen Nebenwirkungen wird der Arzt dem Betroffenen eine solche Darmkrebs-Behandlung dringend ans Herz legen, da sie die Chancen auf eine Heilung erheblich erhöht. Für die nachoperative Darmkrebs-Behandlung kommen verschiedene Verfahren in Frage.

Metastasen
Hat der Tumor bereits Metastasen gebildet, ist eine weiterführende Darmkrebs-Behandlung zu empfehlen © istock/xrender
 

Behandlungsverfahren bei Darmkrebs

  • Bei der Chemotherapie erhält der Betroffene Zytostatika, also Medikamente, die das Zellwachstum hemmen und die die Krebszellen daran hindern, sich zu vermehren. Mit Wirkstoffen wie 5-Fluoruracil (5-FU), Oxaliplatin und Irinotecan erzielen Ärzte mittlerweile sehr gute Erfolge bei der Darmkrebs-Behandlung.
  • Neben klassischen Zytostatika, die relativ unspezifisch wirken und auch das gesunde Gewebe angreifen, gibt es mittlerweile neuartige Verfahren zur Darmkrebs-Behandlung, mit deren Hilfe Ärzte die Krebszellen wesentlich gezielter abtöten können. Bei dieser sogenannten zielgerichteten Therapie setzt der Arzt Medikamente ein, die bestimmte Merkmale der Krebszellen erkennen und sie so von den gesunden Zellen des Körpers unterscheiden können. Allerdings ist eine solche zielgerichtete Darmkrebs-Behandlung nicht für jeden Menschen und für jeden Tumortyp geeignet.
  • Bei einer Strahlentherapie schädigen Röntgenstrahlen oder Elektronenstrahlen die Tumorzellen so stark, dass sie sich nicht mehr teilen können. Der Tumor hört auf zu wachsen oder schrumpft sogar dadurch, dass stark beschädigte Tumorzellen absterben.
Krebszelle
Bei der Darmkrebs-Behandlung mit Chemotherapie kommen Medikamente zum Einsatz, die die Krebszellen daran hindern, sich zu vermehren © istock/CreVis2
 

Weiteren Tumoren vorbeugen

Durch eine Chemotherapie oder Strahlentherapie möchte der Arzt auch nach einer erfolgreichen Operation sicherstellen, dass einzelne, eventuell noch im Körper verbliebene Krebszellen abgetötet werden, weil sich aus diesen Zellen sonst schnell ein neuer Tumor bilden kann. Vor allem beim Rektumkarzinom kommt häufig eine Kombination beider Verfahren zum Einsatz.

Bei sehr großen Tumoren setzt der Arzt die Chemotherapie oder die Strahlentherapie bereits vor der Operation ein, um den Tumor zu verkleinern und die Operation zu erleichtern. In manchen Fällen wird eine operative Entfernung erst dadurch überhaupt möglich.

Auch bei Menschen, bei denen der Chirurg den Tumor operativ nicht vollständig entfernen kann oder bei denen der Tumor nach der Darmkrebs-Behandlung zurückkehrt, raten Ärzte zu einer Chemotherapie. Beide Therapieverfahren können die Lebenszeit sowie die Lebensqualität bedeutend verbessern und bilden deshalb einen wichtigen Bestandteil der Darmkrebs-Behandlung.

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