Wie verläuft beim Lymphstau die Behandlung?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einem sekundären Lymphödem richtet sich die Behandlung in erster Linie nach der Ursache, also der zugrunde liegenden Erkrankung. Wenn der Arzt diese erfolgreich behandeln kann, bildet sich das Lymphödem oft vollständig zurück.

Stützstrumpf zur Lymphstau-Behandlung
Ein Stützstrumpf wird im Rahmen einer Lymphstau-Behandlung für jeden Menschen individuell angefertigt © Fotolia

Bei einem primären Lymphödem haben sich bereits vor der Geburt die Lymphgefäße nicht richtig entwickelt, weshalb eine Heilung des Lymphstaus in diesem Fall nicht möglich ist. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, um die Symptome zu lindern. Auch wenn nur wenige Beschwerden auftreten, ist eine Lymphstau-Behandlung dringend ratsam, da das Lymphödem eine fortschreitende Erkrankung ist und die Beschwerden sich im Laufe der Zeit erheblich verschlechtern können. Menschen, die frühzeitig im Stadium 1 mit einer Lymphstau-Behandlung beginnen, können die Symptome unter Umständen noch so gut in den Griff bekommen, dass sie ins Stadium 0 zurückkehren und außer einer sorgfältigen Überwachung durch den Arzt keine weitere Behandlung mehr notwendig ist.

 

Die Entstauungstherapie besteht aus verschiedenen Behandlungsmaßnahmen

In den meisten Fällen erfolgt die Lymphstau-Behandlung zunächst mit einer sogenannten komplexen physikalischen Entstauungstherapie, die sich aus verschiedenen Behandlungsmaßnahmen zusammensetzt. Die meisten Anwendungen zielen darauf ab, die Lymphgefäße auf unterschiedliche Art beim Abtransport der Gewebeflüssigkeit zu unterstützen und die Schwellung zu verringern:

  • Bei der manuellen Lymphdrainage werden die Lymphgefäße durch eine spezielle, massageartige Behandlung angeregt und aktiviert.
  • Bei der Kompressionstherapie wird mithilfe von Bandagen Druck auf die vom Lymphstau betroffenen Körperteile ausgeübt und der Lymphabfluss gefördert.
  • Der Transport der Lymphe in den Lymphgefäßen erfolgt hauptsächlich durch den Druck, den unsere Muskulatur bei jeder Bewegung auf die Lymphgefäße ausübt. Dieser Vorgang wird durch eine Bewegungstherapie unterstützt.
  • Eine sorgfältige Hautpflege verhindert Infektionen mit Bakterien und Pilzen.
  • Nachdem das Ödem abgeklungen ist, stellen maßangefertigte Kompressionsstrümpfe sicher, dass es nicht zu erneuten Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe kommt.

Sind die Lymphbahnen durch eine Operation unterbrochen, ist eine physikalische Entstauungstherapie manchmal nicht wirksam. In einigen Fällen ist es möglich, den Lymphfluss durch eine Lymphgefäß-Transplantation, also eine Verpflanzung von Lymphgefäßen, wiederherzustellen. Die Spenderlymphgefäße entnimmt der Arzt in der Regel aus dem Oberschenkel.

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