Wie verläuft bei Muskelzuckungen die Behandlung?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Genauso vielfältig wie die Ursachen, sind bei Muskelzuckungen die Behandlungsmöglichkeiten. Wenn keine körperliche Erkrankung hinter den Beschwerden steckt, ist bei Muskelzucken keine besondere Behandlung erforderlich. Oft verschwinden die Zuckungen nach einiger Zeit von alleine wieder.

Ist das Muskelzucken krankheitsbedingt, muss der Arzt die Grunderkrankung behandeln, um die Zuckungen unter Kontrolle zu bringen. Wie bei krankheitsbedingten Muskelzuckungen die Behandlung im Einzelfall aussieht, kann sehr unterschiedlich sein, meistens ist aber eine medikamentöse Behandlung erforderlich. Bei neurologischen Erkrankungen ist allerdings nicht immer eine Heilung möglich. Die Medikamente tragen in diesem Fall vor allen Dingen dazu bei, die Symptome zu lindern und gegebenenfalls das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

 

Muskelzuckungen: Beispiele für eine medikamentöse Behandlung

  • Magnesiummangel: Einnahme oder Verabreichung von magnesiumhaltigen Medikamenten
  • bakterielle Infektionen: Einnahme oder Verabreichung von Antibiotika, die die Bakterien abtöten
  • Tic-Störungen: Medikamente, die das Nervensystem dämpfen (Neuroleptika)
  • Krampfanfälle, Epilepsie: Medikamente, die Krampfanfälle blockieren (Antikonvulsiva)
  • Parkinson-Krankheit: Dopamin, Medikamente mit Dopamin-ähnlicher Wirkung (Dopaminagonisten) oder Medikamente, die den Dopamin-Abbau hemmen
  • Multiple Sklerose: Entzündungshemmer (Glukokortikoide) und Medikamente, die die Funktion des Immunsystems beeinflussen

Neurologische Erkrankungen sind oft chronisch und verlaufen fortschreitend, das heißt, die Funktion von Muskeln und Nerven verschlechtert sich zunehmend. Ist eine neurologische Erkrankung die Ursache für das Muskelzucken, umfasst die Behandlung deshalb neben der Einnahme von Medikamenten meistens auch verschiedene Begleitmaßnahmen. Diese sollen die Muskelbewegung verbessern und die Betroffenen im Umgang mit der Erkrankung unterstützen.

 

Muskelzuckungen: unterstützende Behandlung bei neurologischen Erkrankungen

  • Krankengymnastik
  • Physiotherapie
  • Logopädie (bei Schluck- und Sprechstörungen)
  • Psychotherapie
Vorbeugung
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