Wie verläuft bei einer Gastritis die Therapie?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Gastritis hängt die Therapie vor allem von der Ursache der Erkrankung ab. Eine akute Magenschleimhautentzündung ist häufig gar nicht behandlungsbedürftig, sofern sie keine starken Beschwerden verursacht.

Menschen, die die Symptome als sehr unangenehm empfinden, kann eine medikamentöse Gastritis-Therapie aber deutliche Erleichterung verschaffen. Obwohl die Gastritis ganz verschiedene Ursachen haben kann, ist der wichtigste Auslöser die Magensäure, welche die geschwächte Magenschleimhaut angreift. Deshalb gehört die Einnahme von Säureblockern bei einer Gastritis zu den wichtigsten Therapie-Maßnahmen.

 

Medikamente gegen Gastritis

  • Protonenpumpenhemmer hemmen ein Enzym in der Magenschleimhaut, das für die Magensäureproduktion unerlässlich ist.
  • H2-Antihistaminika unterbinden die Wirkung des Botenstoffs Histamin, der für die Freisetzung der Magensäure aus den Drüsenzellen benötigt wird.
  • Antazida neutralisieren die Magensäure. Außerdem legen sie sich wie ein Schutzfilm über die angegriffene Magenschleimhaut.
  • Ulkusprotektive Substanzen wirken ebenfalls als Filmbildner. Außerdem regen sie die Bildung von Botenstoffen an, die die Magensäureproduktion hemmen und die Schleimproduktion durch die Magenschleimhaut fördern.
 

Ernährung bei Gastritis

Bei Blähungen oder Aufstoßen empfehlen viele Ärzte während der Gastritis-Therapie die Einnahme von Entschäumern. Diese lösen die Gasblasen auf, die sich im Magen und im Darm gebildet haben, und setzen das festsitzende Gas frei. Neben der medikamentösen Gastritis-Therapie ist es für die Betroffenen ratsam, möglichst auf alle Lebens- und Genussmittel zu verzichten, die die angegriffene Magenschleimhaut zusätzlich reizen können. Dazu gehören vor allem Alkohol, Nikotin, Kaffee und scharf gewürzte Speisen. Menschen, die nicht-steroidale Antirheumatika oder Kortisonpräparate einnehmen müssen, sollten mit ihrem Arzt über alternative Medikamente sprechen, die ihre Magenschleimhaut weniger belasten.

 

Bei Vitamin-B12-Mangel

Bei einer Typ-A-Gastritis ist durch eine Therapie keine Heilung möglich, da sich das Immunsystem aus unbekannten Gründen gegen den eigenen Körper richtet und die Magenschleimhaut angreift. Oft verläuft die Typ-A-Gastritis aber genau wie alle anderen chronischen Gastritis-Typen ohne besondere Symptome, sodass eine medikamentöse Gastritis-Therapie zur Linderung der Symptome nicht unbedingt erforderlich ist. Kommt es infolge des Vitamin-B12-Mangels zu einer Blutarmut, müssen Menschen, die an einer Typ-A-Gastritis leiden, allerdings Vitamin-B12-Präparate einnehmen.

 

Helicobacter pylori

Bei Menschen, die mit Helicobacter pylori infiziert sind, zielt die Gastritis-Therapie vor allem darauf ab, den Krankheitserreger mithilfe einer sogenannten Triple-Therapie, bestehend aus zwei Antibiotika und einem Säureblocker, vollständig abzutöten („Helicobacter-Eradikation“). Mit dem Erreger verschwinden automatisch auch die Krankheitssymptome. Auch wenn die durch Helicobacter hervorgerufene Gastritis vielen Menschen keine Probleme bereitet, ist eine antibiotische Therapie sehr sinnvoll, da bei einer chronischen Gastritis das Risiko von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren deutlich erhöht ist.

Vorbeugung
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