Wie verläuft bei Clusterkopfschmerz die Behandlung?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bis heute ist der Clusterkopfschmerz durch eine medizinische Behandlung nicht heilbar. Dennoch lassen sich die Schmerzintensität und die Häufigkeit der Schmerzanfälle durch eine gezielte Behandlung in vielen Fällen deutlich verringern.

Der Arzt verfolgt bei Clusterkopfschmerz-Behandlung zwei wichtige Ziele: Die Akutbehandlung soll den akuten Schmerz während einer Schmerzattacke bekämpfen, während die Prophylaxe weitere Schmerzanfälle verhindern soll.

Mann mit Clusterkopfschmerzen und Sauerstoff
Bei Clusterkopfschmerzen hilft in vielen Fällen eine Behandlung mit reinem Sauerstoff © shutterstock

Die herkömmlichen Schmerzmittel, Entspannungsverfahren, Massagen und andere Behandlungen, die sich bei vielen anderen Arten von Kopfschmerzen bewährt haben, sind bei der Clusterkopfschmerz-Behandlung unwirksam. Das heißt jedoch nicht, dass Sie sich mit den heftigen Schmerzen abfinden müssen. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich Clusterkopfschmerzen meistens gut in den Griff bekommen. Die wirksamste und zuverlässigste Maßnahme bei einer akuten Schmerzattacke ist das Einatmen von reinem Sauerstoff über eine Sauerstoffmaske. Sauerstoff hat keine Nebenwirkungen und Sie können die Behandlung bequem zu Hause durchführen. Am besten wirkt der Sauerstoff, wenn Sie ihn unmittelbar bei Beginn einer Schmerzattacke einatmen. Darüber hinaus ist bei akutem Clusterkopfschmerz auch eine medikamentöse Behandlung mit den Wirkstoffen Lidocain oder den sogenannten Triptanen Sumatriptan oder Zolmitriptan möglich. Sie wirken in der Regel sehr schnell und verschaffen Ihnen während eines akuten Anfalls rasch Erleichterung.

 

Mit Neuromodulation den Clusterkopfschmerz unterdrücken

Um weiteren Schmerzattacken vorzubeugen, ist beim Clusterkopfschmerz außerdem eine Intervall-Behandlung wichtig. Dabei unterscheidet der Arzt zwischen schnell wirksamen Arzneimitteln, wie zum Beispiel Kortison, die für eine zeitlich befristete Einnahme geeignet sind, und Medikamenten, die Sie auch langfristig einnehmen können. Dazu gehören zum Beispiel Verapamil, Lithium oder Valproinsäure. Für welche Medikamente sich Ihr Arzt entscheidet, hängt wesentlich vom Verlauf Ihrer Kopfschmerz-Attacken ab.

Bei sehr schwerem, chronischen Clusterkopfschmerz, der auf eine medikamentöse Behandlung oder auf Sauerstoff nicht anspricht, kommt außerdem ein weiteres Verfahren zur Schmerzbehandlung in Frage:  Bei der sogenannten Neuromodulation regt der Arzt bestimmte Nerven im Kopf elektrisch an, um die Aktivität des Nervensystems zu beeinflussen und den Schmerzreiz zu unterdrücken oder zu verringern.

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