Wie stellt der Arzt die Ohrenschmerzen-Diagnose?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Ohrenschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben. Aus diesem Grund befragt der Arzt zur Ohrenschmerzen-Diagnose den Patienten zunächst ausführlich zu seinen Beschwerden und deren Entstehung (Anamnese). Hierbei wird er vermutlich folgende oder ähnliche Fragen stellen:

  • Wann sind die Ohrenschmerzen zum ersten Mal aufgetreten?
  • Wie (stark) äußern sich die Symptome, und wann machen sie sich bemerkbar?
  • Ist zusätzlich Fieber vorhanden?
  • Hören Sie auch schlechter?
  • Ist Ihnen schwindelig?
  • Sind begleitend Rachen(mandeln) oder Nasennebenhöhlen entzündet?
 

Ohrenschmerzen-Diagnose anhand von Fragen

Dieses Gespräch hilft dem Arzt bereits, sich ein grobes Bild von der vorliegenden Erkrankung zu machen und erleichtert die Ohrenschmerzen-Diagnose. Zusätzlich wird er Außenohr, Mundhöhle und Nasen-Rachenraum begutachten und/oder betasten und auf mögliche Ursachen für Ohrenschmerzen untersuchen.

Mit Ohrenspiegelung Ohrenschmerzen bestimmen
Eine Ohrenspiegelung hilft, die Ursachen von Ohrenschmerzen zu bestimmen© Fotolia

Anschließend führt er eine Ohrenspiegelung (Otoskopie) beider Ohren durch, bei der er jeweils Gehörgang und Trommelfell mithilfe eines sogenannten Otoskops auf Auffälligkeiten hin untersucht. Ist das Trommelfell nach außen hin vorgewölbt, deutet dies auf eine Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr hin. Mithilfe der sogenannten Tympanometrie (Messung des Trommelfells) kann der Arzt zudem die Beweglichkeit des Trommelfells bestimmen. Ist es gespannt und somit unbeweglicher als gewohnt, deutet dies ebenfalls auf eine Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr hin und hilft bei der Ohrenschmerzen-Diagnose.

Zusätzlich leiten Risse und Verfärbungen des Trommelfells den Arzt bei der Ohrenschmerzen-Diagnose. Dies gilt ebenso für sichtbare Veränderungen des Gehörgangs.

 

Blutuntersuchung zur Diagnose

In manchen Fällen sind auch weitergehende Blutuntersuchungen notwendig, um bei Ohrenschmerzen eine genaue Diagnose zu stellen. Selten kommen auch Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen bei der Diagnosestellung zum Einsatz.

Wenn das Hörvermögen durch Ohrenschmerzen beeinträchtigt ist oder die Ohrenschmerzen bereits seit drei Monaten oder länger bestehen, prüfen Ärzte in der Regel das Hörvermögen mithilfe eines Hörtests (Audiometrie).

 

Überweisung an den Facharzt

Hat der Hausarzt oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt den Verdacht, dass den Ohrenschmerzen Erkrankungen anderer Körperregionen zugrunde liegen, wird er den Patienten in der Regel zur Abklärung an einen entsprechenden Facharzt überweisen. Hierzu zählen beispielsweise Zahnprobleme und selten auftretende Ursachen wie Schädelfrakturen oder bösartige Veränderungen im Kopfbereich.

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