Wie stellt der Arzt die Migräne-Diagnose?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei der Migräne-Diagnose ist es wichtig, sie von anderen Erkrankungen abzugrenzen. Bekannt sind derzeit etwa 250 verschiedene Arten des Kopfschmerzes. Die meisten davon sind jedoch sehr selten.

Die häufigste Form ist der Spannungskopfschmerz, der jedoch nie klopfend ist und zudem ohne die migräne-typische Überempfindlichkeit der Sinne auftritt. Eine Migräne-Diagnose beginnt daher immer mit einem ausführlichen Gespräch (Anamnese). Sinnvoll ist es, wenn der Patient dafür ein Kopfschmerztagebuch vorbereitet. Darin sollte er möglichst über einen Zeitraum von mehreren Wochen eintragen, wann die Beschwerden auftreten, wie genau sie sich äußern, unter welchen Umständen sie sich bemerkbar machen und ob sie mit Begleitsymptomen verbunden sind. Je detaillierter die Angaben sind, desto leichter fällt die Migräne-Diagnose.

 

Fragen, die der Arzt für eine Migräne-Diagnose stellt

  • Unter welchen Umständen treten die Kopfschmerzen auf? (zum Beispiel nach ausgesprochen stressintensiven Phasen oder nachdem Sie deutlich länger geschlafen haben als normalerweise)
  • Wie machen sich die Schmerzen bemerkbar?
  • Wie lange halten sie an?
  • Wie ist der Charakter der Schmerzen (dumpf und drückend oder pulsierend?)
  • Treten sie auf einer Kopfseite auf oder auf beiden?
  • Wie stark sind die Schmerzen?
  • Werden die Beschwerden schlimmer, wenn Sie sich bewegen?
  • Wandern die Schmerzen?
  • Werden Kopfschmerzen von weiteren Symptomen begleitet?
  • Sind sie während der Beschwerden besonders empfindlich gegenüber Licht, Geräuschen, Gerüchen oder Berührungen?
  • Haben Sie das Bedürfnis, sich während der Attacken zurückzuziehen?
  • Was für Kopfschmerztabletten nehmen Sie und wie oft?
Arzt spricht mit Patientin
Eine Migräne-Diagnose beginnt meist immer mit einem ausführlichen Gespräch, in dem der Arzt gezielte Fragen zu den Kopfschmerzen stellen wird© shutterstock
 

Für Migräne-Diagnose oft bildgebende Verfahren notwendig

In der Regel kann der Arzt die Migräne-Diagnose alleine aufgrund der beschriebenen Symptome stellen. Häufig treten jedoch verschiedenen Formen von Kopfschmerzen parallel auf. Dann können weitere Untersuchungen (zum Beispiel bildgebende Verfahren des Kopfes wie eine Computertomographie) notwendig sein, um zusätzliche Auslöser zu finden. Die unterschiedlichen Kopfschmerzarten müssen individuell behandelt werden.

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