Wie stellt der Arzt die Meningitis-Diagnose?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugen

Den ersten Anhaltspunkt auf die Meningitis-Diagnose geben die typischen Symptome der Hirnhautentzündung: die starken Kopfschmerzen, die Nackenschmerzen und das Fieber. Nachdem der Patient seine Beschwerden geschildert hat, wird der Arzt ihn gründlich untersuchen. Hierzu zählen bestimmte Tests:

 

Tests auf Meningitis

  • Test auf Nackensteifigkeit (Meningismus) zur Meningitis-Diagnose: Wenn der Arzt den Kopf des Patienten nach vorne auf die Brust beugt, werden die Hirnhäute gedehnt. Im Fall einer Meningitis ist diese Bewegung sehr schmerzhaft oder gar nicht möglich.
  • Brudzinski-Zeichen: Das Brudzinski-Zeichen ist positiv, wenn der Patient beim Test auf Nackensteifigkeit seine Beine anzieht. Dies ist ebenfalls ein Anzeichen auf eine Hirnhautentzündung im Rahmen der Meningitis-Diagnose.
  • Kernig-Zeichen: Kann der Patient seine Knie im Sitzen nicht gerade strecken, spricht man von einem positiven Kernig-Zeichen – ein weiteres Anzeichen für eine Meningitis.
Meningitis
Welche Bakterien die Beschwerden verursacht haben, lässt sich zur Meningitis-Diagnose im Labor ermitteln© iStock

Erhärtet sich der Verdacht auf eine Hirnhautentzündung, wird der Arzt zur Meningitis-Diagnose eine Blutuntersuchung und eine Liquorpunktion (Untersuchung des Gehirnwassers) veranlassen. Im Blut und Gehirnwasser lassen sich unter anderem Entzündungswerte, Antikörper und im Idealfall der Meningitis-Erreger selbst nachweisen. Das Gehirnwasser befindet sich innerhalb der Hirnhäute und umfließt das Gehirn und Rückenmark. Es wird bei der Liquorpunktion mit einer Nadel gewonnen, die zwischen zwei Wirbeln im unteren Rücken hindurch in den Rückenmarkskanal geschoben wird. Lässt sich im Gehirnwasser der Meningitis-Erreger nachweisen, kann das Labor auch testen, auf welche Medikamente er anspricht.

 

Meningitis-Diagnose per Computertomografie

Fast immer werden zur Meningitis-Diagnose auch Schichtaufnahmen des Kopfs mittels einer Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie) gemacht. Dabei handelt es sich nicht um einen Meningitis-Test, denn die Entzündung der Hirnhäute lässt sich auf den Bildern meist nicht erkennen. Hier geht es vielmehr darum, andere Ursachen für die Symptome zu finden (z. B. einen Hirntumor oder eine Hirnblutung) oder Folgen der Meningitis darzustellen. Solche sichtbaren Folgen können zum Beispiel Eiteransammlungen oder ein erhöhter Druck im Gehirn sein.

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