Wie stellt der Arzt die Diagnose Höhenkrankheit?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Ein Arzt oder Höhenmediziner erkennt eine Höhenkrankheit anhand der Schilderungen der Symptome und des Aufenthaltsorts – meist große Höhen. Hilfreich können auch Angaben über die Geschwindigkeit des Aufstiegs sein. Wie oft und in welcher Höhe gerastet und geschlafen wurde, sind für den Arzt ebenso wichtige Hinweise.

Die Höhenkrankheit-Diagnose gilt als gesichert, wenn zwei der drei Leitsymptome der Höhenkrankheit auftreten. Diese Leitsymptome zeigen gleichzeitig, ob auch Wassereinlagerungen im Gehirn (Höhen-Hirnödem) oder in der Lunge (Höhen-Lungenödem) vorliegen könnten.

 

Der Arzt erkennt die Höhenkrankheit an drei Leitsymptomen

  1. Kopfschmerz
  2. plötzlicher Leistungsabfall
  3. Bewegungs- oder Haltungsstörungen (Ataxie)

Im Rahmen der Höhenkrankheit-Diagnose schließt der Arzt andere Ursachen für die Symptome, insbesondere die Kopfschmerzen, aus. Die Kopfschmerzen können beispielsweise auch durch einen Sonnenstich, eine Migräne, einen Flüssigkeitsmangel (Hypohydrierung) oder einen hohen Blutdruck (Hypertonie) ausgelöst worden sein. Wichtig sind hierbei die genaue Lokalisation der Kopfschmerzen, sowie die Art der Schmerzen. Der Arzt wird den Betroffenen zum Beispiel fragen, ob die Kopfschmerzen typischerweise dumpf-klopfend, am Hinterkopf und an den Schläfen auftreten.

 

Tests und bildgebende Verfahren sichern Höhenkrankheit-Diagnose

Zur Diagnose eines, durch die Höhenkrankheit ausgelöstes, Höhen-Hirnödems kann der sogenannte Fersen-Zehen-Test Klarheit bringen. Der Patient muss dazu ohne Schuhe entlang einer auf dem ebenen Boden gekennzeichneten, geraden Linie balancieren. Dafür soll er jeweils einen Fuß unmittelbar vor den anderen setzen. Gelingt dies nicht ohne Danebentreten oder muss der Betroffene gar gestützt werden, liegt möglicherweise eine Hirnschädigung wie ein Höhen-Hirnödem vor. Weitere Untersuchungen, wie eine Computertomografie des Kopfs (CCT) und eine Elektroenzephalografie (EEG, Messung der Hirnströme), sind dann zur Diagnose notwendig.

Obwohl nicht jede unklare Beeinträchtigung der Gesundheit in der Höhe eine Höhenkrankheit sein muss, gilt ein Verdacht auf Höhenkrankheit sicherheitshalber so lange, bis das Gegenteil bewiesen ist.

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