Wie stellt der Arzt bei Muskelzuckungen die Diagnose?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Wegen der vielen möglichen Ursachen ist bei Muskelzuckungen die Diagnose nicht immer leicht zu stellen und erfordert unter Umständen verschiedene Untersuchungen. Zunächst wird der Arzt jedoch ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen und Sie nach Ihren genauen Beschwerden befragen.

 

Wichtige Fragen, die Ihnen der Arzt bei Muskelzuckungen im Rahmen der Diagnose stellen kann

  • Wie lange bestehen die Zuckungen schon?
  • Wie oft und in welchen Abständen treten sie auf?
  • Wie lange halten die Zuckungen an?
  • Gibt es bestimmte Situationen, in denen die Muskelzuckungen bevorzugt auftreten?
  • Welche Muskeln oder Muskelgruppen sind von den Zuckungen betroffen?
  • Sind die Muskelzuckungen als deutliche Bewegungen nach außen hin zu erkennen oder nur als leichtes Zittern unter der Hautoberfläche?
  • Kommt es zu Muskelkrämpfen oder verursachen die Zuckungen Schmerzen?
  • Sind Vorerkrankungen bekannt?
  • Leiden Sie unter Begleitbeschwerden, wie zum Beispiel Fieber?
  • Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein?
  • Leiden Sie unter starken seelischen Belastungen oder Stress?
Muskelzuckungen mit Elektroenzephalogramm feststellen
Bei Muskelzuckungen überprüft der Arzt häufig auch die Gehirnfunktion mithilfe eines Elektroenzephalogramms© Corbis
Ein ausführliches Gespräch liefert dem Arzt bei Muskelzuckung en wichtige Hinweise für die Diagnose
Ein ausführliches Gespräch liefert dem Arzt bei Muskelzuckung en wichtige Hinweise für die Diagnose © Fotolia

Im Anschluss an das Gespräch folgt häufig eine gründliche körperliche und neurologische Untersuchung, damit der Arzt bei Muskelzuckungen eine sichere Diagnose stellen kann. Zum Beispiel kann der Arzt die Funktion von Nerven und Muskeln überprüfen, indem er ihre elektrische Aktivität misst.

Bei einem Elektroenzephalogramm (EEG) platziert der Arzt dazu in regelmäßigen Abständen kleine Elektroden auf dem Kopf, über die er die Gehirnströme ableitet. Auf ähnliche Weise kann der Arzt die Funktion von Muskeln und Nerven mithilfe einer Elektromyografie (EMG) und einer Elektroneurografie (ENG) überprüfen. Unregelmäßigkeiten in der elektrischen Aktivität deuten auf Funktionsstörungen von Gehirn, Nerven oder Muskeln hin. Je nach Befund sind darüber hinaus noch weitere Untersuchungen notwendig.

 

Muskelzuckungen: Manchmal erfordert die Diagnose weitere Untersuchungen

  • Blut- und Urinuntersuchungen
  • bildgebende Untersuchungen, wie Röntgenaufnahmen, Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Untersuchung des Hirnwassers
  • Entnahme von Muskelgewebe
  • Untersuchung der Blutgefäße
  • orthopädische Untersuchung
  • psychologische oder psychiatrische Untersuchung
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