Wie sieht die Völlegefühl-Behandlung aus?

Aus der Serie: Was ist Völlegefühl und wie wird es behandelt?

Die Völlegefühl-Behandlung richtet sich in der Regel nach den Ursachen. Mithilfe von Kräutertee und Bewegung lassen sich die Beschwerden beispielsweise gut in den Griff bekommen. Praxisvita erklärt, was noch hilft.

Ist der Verzehr einer zu üppigen Mahlzeit oder zu viel Alkohol die Ursache der Beschwerden, bedarf es in der Regel keiner ärztlichen Völlegefühl-Behandlung. Kräutertees, Bewegung und eine Wärmflasche können Abhilfe schaffen. Übermäßigem Stress als Ursache für das Völlegefühl lässt sich mit verschiedenen Entspannungsmethoden entgegen wirken.

Völlegefühl-Behandlung mit pflanzlichen Präparaten

Bei manchen Betroffenen reichen Hausmittel zur Völlegefühl-Behandlung nicht mehr aus. Wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten, kann eine Völlegefühl-Behandlung mit beispielsweise pflanzlichen Präparaten sinnvoll sein. Hierbei besteht die Möglichkeit, ein hochdosiertes Kombi-Präparat aus Pfefferminzöl und Kümmelöl einzusetzen, das schmerzlindernd, entkrampfend, entblähend und beruhigend wirkt.

Pfefferminzöl gegen Völlegefühl
Wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten, kann eine Völlegefühl-Behandlung mit pflanzlichen Präparaten wie Pfefferminzöl wirksam sein Foto: Fotolia

Säurehemmer oder Medikamente gegen Übelkeit zur Völlegefühl-Behandlung

Tritt das Völlegefühl infolge einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit oder einer Erkrankung des Magen-Darm-Trakts auf, so richtet sich die Völlegefühl-Behandlung nach der Ursache. Bei einer Lebensmittel-Unverträglichkeit wie einer Milchzucker-Unverträglichkeit (Laktoseintoleranz), empfiehlt es sich, die entsprechenden milchzuckerhaltigen Lebensmittel wie Vollmilch, Quark oder Joghurt vom Speiseplan zu streichen oder zumindest stark einzuschränken. Lässt sich dies nicht einrichten, sind zum Beispiel Tabletten mit dem fehlenden Enzym Laktase erhältlich, die kurz vor oder zu den laktosehaltigen Mahlzeiten eingenommen werden. Auch bei einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) ist es ratsam, reizende Nahrungsmittel wie Alkohol oder säurehaltige Lebensmittel zu meiden. In einigen Fällen verschreibt der Arzt einen Säurehemmer oder ein Medikament gegen Übelkeit.

Liegt den Beschwerden eine Infektion mit Helicobacter pylori zugrunde, verschreibt der Arzt bestimmte Medikamente Foto: Fotolia

Völlegefühl als Folge von Helicobacter pylori

Manchmal liegt einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder einem Magengeschwür (Ulkus) eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori zugrunde. Diese kann durch eine sogenannte Eradikationstherapie behandelt werden. Hierbei verschreibt der Arzt eine Kombination aus einem Medikament, welches die Produktion der Magensäure hemmt (Protonenpumpeninhibitor), und zwei Antibiotika. Die Antibiotika bekämpfen den Keim direkt. Nach erfolgreicher Behandlung verschwinden auch Symptome wie das Völlegefühl.