Wie sieht beim Zähneknirschen die Behandlung aus?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Symptome
  3. 3. Ursachen
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Eine Heilung ist beim Zähneknirschen nur dann möglich, wenn andere Erkrankungen oder Medikamente das Zähneknirschen auslösen. Das setzt allerdings voraus, dass der Arzt die Grunderkrankung erfolgreich behandeln oder die auslösenden Medikamente ersetzen kann.

Sind schlecht sitzende Füllungen oder Prothesen die Ursache für das Zähneknirschen, besteht die Behandlung in einer zahnärztlichen Korrektur dieser Mängel. Menschen, die tagsüber mit den Zähnen knirschen und sich des Problems bewusst sind, gelingt es unter Umständen, sich das Zähneknirschen wieder abzugewöhnen. Eine Verhaltenstherapie kann beim bewussten Zähneknirschen wesentlich zum Erfolg der Behandlung beitragen.

Beim primären Bruxismus – also wenn keine eindeutige Ursache für das Zähneknirschen vorliegt – zielen die Behandlungsmaßnahmen in erster Linie darauf ab, die körperlichen Beschwerden zu lindern und Schäden an Zähnen, Muskeln und Kiefer zu verhindern. Zur Behandlung setzt der Arzt in diesem Fall oft Aufbissschienen (Okklusionsschienen) ein. Sie werden mithilfe eines Gebissabdrucks aus Kunststoff angefertigt und verhindern das Abschleifen der Zähne beim Knirschen.

Yoga hilft gegen Zaehneknirschen
Yoga entspannt den Körper und wirkt so dem Zähneknirschen entgegen © Fotolia

Massagen, Physiotherapie und Wärmebehandlung können beim Zähneknirschen die Behandlung unterstützen, da sie die angespannte Muskulatur lockern und die schmerzhaften Muskelverhärtungen lösen. Auch Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training oder Yoga helfen vielen Menschen, sich zu entspannen und Stress leichter zu verarbeiten. Für Menschen, die aufgrund schwerwiegender psychischer Probleme mit den Zähnen knirschen, ist unter Umständen eine professionelle psychotherapeutische Beratung sinnvoll.

Wenn Betroffene infolge des Zähneknirschens unter sehr starken Beschwerden leiden, ist kurzfristig eine medikamentöse Behandlung notwendig. Abhängig von den individuellen Symptomen stehen dem Arzt verschiedene Medikamente zur Verfügung, zum Beispiel Schmerzmittel, entzündungshemmende Medikamente, muskelentspannende Wirkstoffe oder schlaffördernde Arzneimittel.

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