Wie Sie Krankheiten rechtzeitig erkennen

Sollten Sie beispielsweise Knötchen an den Hoden ertasten, kann dies auf Hodenkrebs hindeuten
Nehmen Sie sich Zeit, um Ihren Körper zu Hause auf Auffälligkeiten zu untersuchen. Sollten Sie beispielsweise Knötchen an den Hoden ertasten, kann dies auf Hodenkrebs hindeuten © Fotolia

Vorsorge ist besser als Nachsorge. "Der Körper sendet viele Warnsignale. Wer diese frühzeitig erkennt und reagiert, kann Krankheiten oft verhindern", sagt TV-Arzt Dr. Carsten Lekutat. Und das muss gar nicht viel Zeit in Anspruch nehmen. "Schon 15 Minuten im Monat genügen, um den Körper zu Hause zu untersuchen." Erfahren Sie hier, auf was Sie achten sollten.

 

Hoden untersuchen

Hodentumoren gehören zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen bei Männern. Vorsorge ist also besonders wichtig. Mindestens einmal monatlich den Hoden mit den Fingerkuppen auf Verhärtungen und Unebenheiten abtasten.

 

Bauchumfang messen

Übergewicht ist ungesund, besonders gefährlich ist zu viel Bauchfett. Der maximale Bauchumfang sollte bei Frauen 88, bei Männern 102 Zentimeter betragen. Dr. Lekutat: "Messen Sie knapp oberhalb des Nabels. Dabei normal atmen und den Bauch nicht einziehen."

 

Haarverlust prüfen

Ein Verlust von etwa 100 Haaren pro Tag ist normal. Befinden sich aber viel mehr Haare nach dem Kämmen in der Bürste, sollten Sie beim Arzt einen Bluttest machen lassen. Es könnten hormonelle Störungen vorliegen.

 

Brust abtasten

Früh erkannt ist Brustkrebs heilbar. Allgemeinmediziner Lekutat: "Um Veränderungen schnell zu entdecken, sollte jede Frau ihre Brust regelmäßig auf äußerliche Auffälligkeiten untersuchen und auf mögliche Knoten abtasten."

 

Atem kontrollieren

Nicht nur die Mundhygiene, sondern auch etwa Stoffwechsel- oder Verdauungsprobleme können die Entstehung von Mundgeruch beeinflussen. Dr. Lekutat: "Lassen Sie Ihren Atem am besten vorm Essen von einem Familienmitglied kontrollieren."

 

Zunge anschauen

Hellrosa, glatt und feucht: So sollte eine gesunde Zunge aussehen. Abweichungen können auf Erkrankungen hindeuten. Ein weißlicher Belag kann beispielsweise auf Magen-Darm-Probleme hinweisen.

 

Auf Urinfarbe achten

Rund 1,5 Liter Flüssigkeit benötigt der Körper, um optimal funktionieren zu können. Ob man tatsächlich genug getrunken hat, lässt sich an einer hellen Urinfarbe erkennen. Sollte der Urin auch nach ausreichendem Trinken dunkel sein, können Nierenprobleme dahinterstecken, die unbedingt ärztlich abgeklärt werden sollten.

 

Haut unter die Lupe nehmen

Jeder hat etwa 30 bis 40 Muttermale. Die Pigmentflecken sind zwar meist unbedenklich, sollten aber regelmäßig auf Veränderung oder Wachstum kontrolliert werden. Wichtig: Auch Rücken und Fußsohlen mithilfe eines Spiegels untersuchen. Dr. Lekutat: "Male, die unscharf begrenzt, unterschiedlich gefärbt oder größer als fünf Millimeter sind, sollten unbedingt dem Hautarzt gezeigt werden."

 

Augen ansehen

Entdecken Sie geplatzte Äderchen oder gelbliche Verfärbungen im Augenweiß, kann das ein Zeichen für hohe Blutdruck- oder Cholesterinwerte sein. Achten Sie auf eine fett- und salzarme Ernährung und lassen Sie Ihre Werte beim Hausarzt prüfen.

 

Noch mehr Warnsignale

Ständiger Durst: Dahinter kann sich ein schlecht eingestellter oder noch unentdeckter Diabetes verbergen. Umgehend Blutzuckerwerte kontrollieren lassen.

Fingerkribbeln: Liegt man auf dem Arm, schläft er ein. Kribbelt es ohne erkennbaren Grund, kann eine Nervenentzündung dahinterstecken.

Frieren: Arbeitet die Schilddrüse nicht optimal, kann das Kälteempfinden gestört werden. Ein Bluttest bringt meist schnell Klarheit.

Gesichtsblässe: Wer oft auffällig blass wirkt, sollte die Ursache unbedingt abklären lassen. Infrage kommen Eisenmangel, Durchblutungsstörungen oder Herzprobleme.

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