Wie Sie Allergien vorbeugen können

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Es gibt keine Möglichkeit, mit der Sie Allergien hundertprozentig vorbeugen können. Eine allergische Reaktion können Sie nur ausschließen, wenn Sie das auslösende Allergen vollkommen vermeiden – was aber nicht bei allen Allergien möglich ist.

Da die Grundlage für eine Allergie aber häufig schon in der Kindheit gelegt wird, gibt es allerdings ein paar Maßnahmen, mit denen Sie das Risiko für Ihr Kind, eine Allergie zu entwickeln, reduzieren können.

 

So können Sie das Allergie-Risiko bei Kindern verringern

  • Rauchen Sie nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit – auch nicht passiv.
  • Stillen Sie Ihr Kind für vier Monate ausschließlich und beginnen Sie erst nach den vier Monaten mit einer schrittweisen Einführung einer Beikost. Sollte nicht ausschließlich gestillt werden können, kann als Alternative industriell gefertigte Säuglingsnahrung verwendet werden.
  • Bei Risikokindern sollten keine Haustiere zur Vorbeugung angeschafft werden. Katzen scheinen das Allergierisiko zu fördern.
  • Lüften Sie regelmäßig, um das Wachstum von Schimmelpilz in der Wohnung zu verhindern.
Kind wird gestillt
Mindestens vier Monate Stillzeit wirken laut Studien vorbeugend gegen Allergien© Fotolia
 

Antihistaminikum immer griffbereit haben

Eine präventive Einnahme von homöopathischen Heuschnupfenmitteln bereits vor der Pollenflugzeit (Dezember bis Februar) kann helfen, die allergischen Reaktionen in den Hauptblütephasen deutlich zu mindern.

Wenn Sie wissen, dass Sie unter einer Allergie leiden, sollten Sie sofort einen Notarzt informieren, sobald Sie bei sich Symptome feststellen, die über das normale Maß hinausgehen. Außerdem kann es sinnvoll sein, immer ein Notfallset mit sich zu führen. Dieses sollte ein schnell wirkendes Antiallergiemittel (Antihistaminikum) und Glukokortikoid-Tabletten enthalten. In manchen Fällen sind auch Fertigspritzen mit Adrenalin sinnvoll, die sich selbst in den Muskel geben können.

Mädchen schmust mit Katze
Katzen scheinen das Allergierisiko zu fördern© istock
 

Allergien: vorbeugende Maßnahmen

Gegen Pollen

Abends vorm Schlafengehen Haare waschen. Spezielle Gitter vor den Fenstern verringern die Pollenkonzentration in der Wohnung. Nase regelmäßig mit Salzwasser duschen – das spült die Allergene fort. Auch mit einem ins Auto eingebaute Pollenfilter können Sie einer Allergie vorbeugen.

Gegen Milben

Zweimal im Jahr Matratzen und Bettzeug mit einem Milbenspray einsprühen. Luftfeuchtigkeit im Wohnraum auf weniger als 50 Prozent reduzieren. Wenn Sie Staubsauger mit Wasser- oder Feinstaubfiltern aufrüsten, können Sie außerdem Allergien vorbeugen.

Bei Sonnenallergie

Schon an den ersten wärmeren Tagen konsequent eincremen, die sensible Haut langsam an die Sonnenstrahlen gewöhnen. Produkte mit hohem Lichtschutz (LSF ab 30) und Antioxidantien (z. B. Vitamin E) wählen.

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