Wie sicher ist unser Essen?

Wie sicher ist unser Essen?
Die Skandale um unser Essen nehmen kein Ende. Viele Verbraucher sind völlig verunsichert – aus Angst vor einer Lebensmittelvergiftung © Fotolia

Der Weltgesundheitstag wird jedes Jahr am 7. April begangen. Erkrankungen durch Lebensmittel sind weiter verbreitet als bislang registriert. Die WHO ruft daher zu einer verbesserten Überwachung auf. Wo Keime lauern und worauf Verbraucher achten sollten: ein Überblick.

Gammelfleisch, EHEC, Genmais– täglich hören wir von neuen Lebensmittelskandalen. Doch was bedeutet das eigentlich für unsere Gesundheit? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

 

Können wir überhaupt noch Fleisch essen?

Grundsätzlich ja – obwohl Fleisch bei der Lebensmittelüberwachung die am meisten bemängelte Warengruppe ist. Denn es gibt trotz aller Kontrollen immer wieder schwarze Schafe. Fleisch und Geflügel sollte trotzdem weiter auf Ihrem Speiseplan stehen. Denn es liefert gesundes Eiweiß und wichtige Nährstoffe, zum Beispiel Eisen und B-Vitamine.

 

Kann ich mich übers Essen anstecken?

Das ist unwahrscheinlich. Trotzdem sollten Sie Geflügel und Eier nicht roh essen, sondern bei 70 °C durchgaren. So können mögliche Viren abgetötet werden. Messer und Schneidebretter immer gründlich reinigen und die Hände waschen.

 

Vor einiger Zeit gab es auch Fälle von Maul- und Klauenseuche – was bedeutet das für uns?

Keine Sorge, Maul- und Klauenseuche ist für den Menschen ungefährlich. Sie verbreitet sich zum Beispiel unter Rindern, Schweinen und Schafen. Nur extrem selten gab es Fälle einer Übertragung, zum Beispiel bei Tierärzten. Und: Der Virus löst beim Menschen meist gar keine Symptome aus.

 

Und was genau ist Gammelfleisch?

Das ist der umgangssprachliche Begriff für Fleisch, das falsch oder zu lange gelagert wurde und bereits verdorben ist. Leider nehmen es einige Hersteller nicht so genau mit der Frische. Zum Teil werden gräuliche oder grünliche Stellen einfach entfernt, verdorbene Fleischstücke oder Schlachtabfälle als ganz "normales" Fleisch ausgegeben – und kommen so in den Handel.

 

Wie zuverlässig ist das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, wie lange Fleisch unter den angegebenen Temperaturen haltbar ist. Allerdings bietet es keine 100-prozentige Garantie. Denn es gibt Lieferanten, die altem Fleisch ein neues Haltbarkeitsdatum geben.

 

Woran erkenne ich verdorbenes Fleisch?

Die auffälligsten Merkmale sind:

  • Das Fleisch riecht leicht modrig oder süßlich.
  • Die Oberfläche ist schwammig und schmierig.
  • Es weist grüne oder gräuliche Verfärbungen auf.
  • Viel Flüssigkeit in der Packung. Extratipp: Fleisch beginnt immer vom Rand aus zu verderben – daher die Ränder besonders unter die Lupe nehmen.
 

Darf ich jetzt also gar kein abgepacktes Fleisch mehr kaufen?

Wir empfehlen, beim Einkauf auf eine vertrauenswürdige Herkunft zu achten. Die erkennen Sie zum Beispiel am Qualitätssiegel, bei Geflügel am DDD-Siegel. Aber auch der örtliche Metzger, der Fleisch aus der Region mit Herkunftsgarantie anbietet, ist eine gute Alternative.

 

Sollte ich auf Döner lieber verzichten?

Nein, wer Döner mag, kann auch weiter zugreifen. Aber als Kunde kann man minderwertige Ware nur schwer erkennen. Schauen Sie beim Kauf deshalb lieber zweimal hin. Und achten Sie darauf, wie sauber der Dönerladen ist. Wird der Tresen zum Beispiel immer mit demselben Lappen abgewischt?

 

Was passiert, wenn ich Gammelfleisch esse?

Das kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und schlimmstenfalls zu einer Lebensmittelvergiftung führen, zum Beispiel bei Salmonellenbefall. Mein Tipp: Fleisch niemals roh essen, sondern immer durchgaren. Und: Alles, was unangenehm riecht oder nicht ganz frisch aussieht, am besten gleich wegwerfen.

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